Verhütung

Verhütung mit Kondomen

Kondome – auch Pariser, Gummi oder Verhüterli genannt – dienen als einzige Verhütungsmittel auch dem Schutz vor Geschlechtskrankheiten, wie beispielsweise AIDS oder Hepatitis. Kondome sind rezeptfrei und fast überall erhältlich, etwa in Supermärkten, Drogerien oder Apotheken.

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Aufgrund dieser Schutzfunktion, der relativ einfachen Handhabung, der fehlenden Nebenwirkungen (von Latexallergien abgesehen), sowie ihrer relativ großen Sicherheit sind Kondome mittlerweile die am häufigsten verwendete Schutzmaßnahme beim Geschlechtsverkehr.

Kondome sind rezeptfrei und fast überall erhältlich, etwa in Supermärkten, Drogerien oder Apotheken.

Kondome aus dem Automaten sind weniger empfehlenswert, weil ihre Haltbarkeit und Lagerung zunächst nicht überprüft werden können.

Anwendung

Beim Entnehmen des Kondoms aus der Verpackung sollten keine scharfen Fingernägel oder andere spitze Gegenstände zur Hilfe genommen werden. Am oberen Ende des Kondoms befindet sich ein Hütchen als Reservoir für die Samenflüssigkeit. Dieses wird zwischen Daumen und Zeigefinger festgehalten, während das Kondom über das steife Glied gerollt wird. Das Kondom sitzt richtig, wenn das Reservoir Platz hat und das Kondom luftbläschenfrei den erigierten Penis umschließt.

Nach dem Geschlechtsverkehr wird das Glied aus der Scheide gezogen, wobei das Kondom gleichzeitig festgehalten wird, damit es nicht abrutscht. Hände und Penis sollten anschließend gewaschen werden, da eventuell Samenflüssigkeit hängen bleibt und es bei weiteren Berührungen doch zu einer ungewollten Schwangerschaft kommen oder eine Krankheit übertragen werden kann.

Gebrauchte Kondome gehören nicht in die Toilette und dürfen auch nicht wieder verwendet werden.

Sicherheit und Haltbarkeit

Markenkondome sind mit dem Herstellernamen, dem CE-Kennzeichen, der Genehmigungs- und Chargennummer sowie einem Haltbarkeitsdatum gekennzeichnet. Letzteres ist auf vier Jahre bemessen. Jedoch kann die tatsächliche Haltbarkeit, abhängig von den Lagerbedingungen, erheblich kürzer sein. Kondome werden unter Licht und Hitzeeinfluss porös. Sie sollten daher lichtdicht verpackt sein und kühl gelagert werden. Keinesfalls dürfen sie mit Fett oder gewöhnlichem Öl in Berührung kommen, denn das macht sie ebenfalls porös. Als Gleitmittel dürfen bei herkömmlichen Latexkondomen nur spezielle, wasserlösliche Präparate verwendet werden. Kondome mit Reservoir und so genannter Befeuchtung (Silikonöl) sind zu bevorzugen.

Der Pearl-Index , also das Maß für die Sicherheit einer Verhütungsmethode, beträgt bei Kondomen 2 bis 12. Bei korrekter Handhabung kann die Sicherheit von Kondomen verbessert werden.

Quellen:

  • Online-Informationen der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. (DAH): www.aidshilfe.de (Stand: Oktober 2005)
  • Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.gib-aids-keine-chance.de (2007)
  • Online-Informationen von Regenbogen e.V.: www.weltaidstag.com (2007)
  • Jung-Hofmann, C., Kuhl, H.: Kontrazeption. Thieme, Stuttgart 1999
  • Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Empfängnisverhütung. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 015/015 (Stand: Juli 2004)
  • Informationen der WHO: Family Planning. A global handbook for providers. World Health Organization, Genf (2007)

Weitere Informationen über Verhütung lesen Sie auf www.Onmeda.de .