Die EHEC-Darminfektionen in Deutschland sind auf den Verzehr von Sprossen zurückzuführen. Das sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Reinhard Burger, am Freitag in Berlin. Der Nachweis sei zwar noch nicht gelungen. Jedoch sei es durch Überprüfung der Lieferwege möglich gewesen, die Sprossen als Quelle einzugrenzen. Bohnen-Sprossen seien definitiv als Ursache für die Ehec-Erkrankungen festgestellt worden. Allgemein entspannt sich nach den Worten von RKI-Präsident Reinhard Burger die Lage. Die Zahlen an Ehec-Neuerkrankungen würden fallen. „Aber der Ausbruch ist noch nicht vorbei“, sagte Burger weiter.
Die wegen der EHEC-Epidemie verhängte Warnung vor dem Verzehr roher Tomaten, Gurken und Blattsalate wird nun aufgehoben. Die Warnung vor dem Verzehr der Sprossen als ein möglicher Auslöser der Ehec-Durchfallerkrankungen dagegen bleibt bestehen, teilten das Robert-Koch-Institut, das Bundesamt für Verbraucherschutz und das Bundesamt für Risikobewertung mit. Gurken, Tomaten und Salat könnten dagegen wieder "mit Genuss" gegessen werden.
Die Rückverfolgung von Warenströmen habe in vielen Krankheitsfällen zu dem gesperrten Gartenbaubetrieb im Landkreis Uelzen geführt. Die Experten nähmen mittlerweile an, dass der Hof die wahrscheinlichste Quelle der Bakterien-Verbreitung sei. Im Labor konnte der grassierende EHEC-Erreger auf Sprossen bisher aber nicht nachgewiesen werden.
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Das Robert Koch-Institut und das Bundesinstitut für Risikobewertung hatten die Verzehrhinweise für rohe Gurken, Tomaten und Salat am 25. Mai ausgesprochen. Grundlage dafür waren Erkenntnisse aus Patientenbefragungen.
Die EHEC-Epidemie in Deutschland hat sich zuletzt abgeschwächt. Auch wenn Mediziner weiter keine Entwarnung geben, nahm die Zahl der Neuerkrankungen in besonders betroffenen Ländern wie Niedersachsen und Hamburg ab. Nach einer EHEC-Infektion starben inzwischen nach offiziellen Angaben 29 Menschen.
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AFP/dpa/nbo





