Spanische Gurken, die möglicherweise den Darmerreger EHEC enthalten, sind auch nach Berlin geliefert worden. Am 12. Mai gingen 676 Kilogramm Gurken an einen Betrieb im Bezirk Mitte, der wiederum in alle Bezirke und ins Land Brandenburg lieferte. Weitere Lieferungen sind am 20. Mai nach Berlin gekommen, teilte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit am Montag in Berlin mit.
Unterdessen wurde das gefährliche Darmbakterium EHEC bei zwölf Menschen in Berlin nachgewiesen. Bei acht Patienten wurde die schwere Folgeerkrankung Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) gemeldet. Bei den meisten Betroffenen bestehe ein Zusammenhang zu Norddeutschland, hieß es in der Mitteilung. Dort hat sich der Erreger am stärksten verbreitet.
Laut einer Sprecherin überwachen die Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsämter zurzeit den Rückruf der sich noch im Handel befindlichen Gurken. Seit Donnerstag werden zudem in allen Bezirken Proben von Gurken, Tomaten und Salat genommen und im Landeslabor Berlin-Brandenburg auf mögliche Kontaminationen mit dem EHEC-Erreger untersucht. Insgesamt sollen rund 180 Proben im Laufe der nächsten Tage getestet werden. Erste Ergebnisse werden an diesem Dienstag erwartet.
Noch immer stehe nicht zweifelsfrei fest, ob die Infektionsquelle tatsächlich in Gemüse aus Spanien zu finden ist, betonte die Sprecherin. Für Verbraucher gelte die Empfehlung, derzeit Gurken, Tomaten und Salat nicht roh essen.
dpa/ddp/toto





