Tiere

Die Elche wandern in Deutschland ein

Foto: nie_sv / dpa

Zuerst die Wölfe und Bruno der Bär. Jetzt die Elche. Eingewandert aus Polen und Tschechien, besiedeln sie gleich mehrere Gegenden in Deutschland: im Nordosten das von Menschen entleerte Lausitzer Grenzland und im Süden den bayerischen Landkreis Schwandorf.

Schon öfter liefen sich Elch und Mensch über den Weg. Die meisten Begegnungen verlaufen unerfreulich: Die Tiere werden an der Autobahn gesehen, erschrockene Autofahrer rufen die Polizei. Die Beamten verscheuchen die Tiere vom Straßenrand. Vorher zücken sie die Kamera. Auf den verwackelten Fotos ist nicht viel zu erkennen.

Die Elche überqueren in ihrem Bewegungsdrang die Oder, erklärt Axel Vogel vom Landesumweltamt, "jenseits der Grenze gibt es noch reproduzierende Bestände".

Die Zuwanderung nach Deutschland bekommt den Tieren nicht immer gut: Der letzte in Brandenburg gesichtete Elch wurde vor vier Jahren von einer Autofahrerin erlegt. Der Wagen hatte Totalschaden, das Tier landete auf der Speisekarte eines lokalen Restaurants.

( eb )