Innovation

Neue Atemmaske soll sogar vor Viren schützen

Mecklenburger Forscher haben eine neue Atemschutzmaske aus Textilien entwickelt, welche die Leistung professioneller Gasmasken erreicht. Die Maske bietet Schutz vor Ruß, Keimen, Feinstaub, Pollen, Sporen sowie gefährlichen Viren. Besonderer Clou: Der Stoffschutz ist waschbar und mehrfach verwendbar. Abnehmer sollen vor allem Großstädter sein.

Die Mecklenburger Forscher gründeten mit Hilfe der Technologieförderung des Bundes vor vier Jahren in Krassow ein Unternehmen zur Entwicklung und Herstellung neuer Luftreinigungssysteme. Anlass ihrer Erfindungen seien gefährliche Epidemien gewesen – die Lungenkrankheit SARS in China 2003 und die Vogelgrippe in Europa 2006, erklärte Vertriebschef Andreas Hellwig.

Auf der Basis eines weltweit patentierten Breitband- Luftfiltersystems für große Klima- und Lüftungsanlagen wäre schließlich auch die handliche Bio-Atemschutzmaske für jedermann entwickelt worden, so Geschäftsführer Siegfried Langhein. Die Bio-Maske stellt nach Worten der Erfinder herkömmliche Atemschutztücher weit in den Schatten. Anders als der bisher bekannte Mund- und Nasenschutz könne die Neuentwicklung Ruß, Keime, Feinstaub, Pollen, Sporen sowie gefährliche Viren und Abgase nahezu vollständig aus der Atemluft filtern.


Möglich werde dies, insbesondere die antibakterielle Wirkung, durch einen mehrschichtigen Aufbau der Maske und modernste Textilfilter, die mit Silberionen ausgestattet sind, erklärt Hellwig. So erreiche die neue Gesichtsmaske mit optimaler Passform die Leistung professioneller Gasmasken.


Abnehmer sollen Verbraucher in Großstädten sein, die sich vor Smog und ansteckenden Krankheiten schützen wollen, wie auch Mediziner, Sanitäter, Katastrophenschützer, Laboranten und Industriearbeiter, hoffen die Entwickler des Unternehmens KatFil. Derzeit plane die Firma, die aus einem Netzwerk innovativer deutscher Unternehmen und Forschungsinstitute hervorging, den Aufbau der Produktion.

Die Entwicklung der Atemschutzmaske wurde in den vergangenen drei Jahren mit 170.000 Euro vom Bund gefördert, so Geschäftsführer Langhein.

Die neue Maske wird am Mittwoch erstmals auf dem „Innovationstag Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin vorgestellt. Auf der Messe präsentieren 165 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus allen Bundesländern ihre Ergebnisse der vom Bund geförderten Industrieforschung.