In Bayern hat sich die Zahl der schweren Magen-Darm-Infektionen in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht. 2001 wurden 5000 Infektionen gemeldet, 2006 waren es bereits 15.000. In Gesamtdeutschland haben sich in den ersten sieben Monaten über 150.000 Menschen infiziert, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur rund 100.000.
Viren und Bakterien greifen an
Noro- und Rotaviren, die Erreger schwerer Brechdurchfälle, breiten sich vor allem über verunreinigte Lebensmittel aus, aber auch über den Stuhl oder das Erbrochene der infizierten Menschen. Gerade in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Altenheimen, Krankenhäusern, aber auch auf Kreuzfahrtschiffen verbreiten sich diese Krankheiten deshalb besonders schnell.
Auch andere Durchfallerreger haben sich in den vergangenen Jahren in Deutschland stark ausgebreitet. So sind in diesem Jahr bereits knapp 53.000 Infektionen durch Salmonellen und Campylobakterien registriert worden, über 10.000 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Keime vermehren sich, wenn Lebensmittel wie Geflügelprodukte nicht kühl gelagert werden. Gerade im Sommer sollten Verbraucher daher besonders auf den richtigen Umgang mit leicht verderblichen Waren achten.
Hygiene und viel Flüssigkeit
Wichtig ist es auch, benutzte Gegenstände wie Messer oder Schneidebretter mit heißem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine bei Temperaturen über 60 Grad Celsius zu spülen.
Die Symptome der von Bakterien hervorgerufenen Magen-Darm-Infektionen treten, wie auch die durch Noro- und Rotaviren, plötzlich auf: Meist sind es starkes Erbrechen, Durchfall, Übelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen. Betroffene verlieren viel Flüssigkeit und sollten deshalb viel trinken. Viren und Bakterien werden bis zu zwei Wochen nach einer Erkrankung ausgeschieden. Bei warmen Temperaturen überleben sie zudem länger. Deshalb ist Hygiene im Anschluss wichtig.





