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Queen wird 94 – Darum hat sie dieses Jahr nichts zu feiern

Königin Elizabeth II. feiert am Dienstag ihren 94. Geburtstag. Doch nicht nur das Coronavirus bescherte der Queen zuletzt viel Ärger.

Alles, was man über die Queen wissen muss

In ihrer 68-jährigen Regentschaft hat Königin Elizabeth II. viel erlebt. Mittlerweile ist sie das derzeit am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt.

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London. Farbenfrohe Outfits, eine Meute Corgis um sich herum und stets ein souveränes Auftreten: Königin Elizabeth II. ist eine Ikone und weltweit bekannt. Sogar eine Netflix-Serie wurde basierend auf ihrem Leben gedreht.

An diesem Dienstag feiert die Queen ihren 94. Geburtstag – und wird bei Tee und Kuchen ein Resümee ihres langen und ereignisreichen Lebens ziehen.

Denn Elizabeth II. musste schon einiges mitmachen. Bislang galt in ihrer 68-jährigen Regentschaft 1992 als das Annus horribilis (Schreckensjahr), wie sie es nannte. Damals gingen die Ehen von drei ihrer vier Kindern in die Brüche und ihr geliebtes Schloss Windsor brannte.

Was sich aber in jüngster Zeit im Umfeld der Queen abspielte, dürfte das noch toppen:

Elizabeth II. muss wegen Corona-Pandemie Geburtstagsparty absagen

Im hohen Alter muss sich die Queen mit der Corona-Pandemie herumschlagen, die Großbritannien fest im Griff hat. Sie und Ehemann Prinz Philip (98) zogen sich auf Schloss Windsor zurück. Traditionelle Salutschüsse zum Geburtstag wird es nicht geben. Das sei in diesem Jahr nicht angemessen, ließ sie ausrichten.

Auch die Militärparade „Trooping the Colour“ wurde abgesagt. Das Spektakel zum Geburtstag der Monarchin findet normalerweise im Juni statt, da im April oft das Wetter schlecht ist. Die Enkelin der Monarchin, Prinzessin Beatrice, hatte wegen der Corona-Krise ihre Hochzeit absagen müssen.

Wie ernst die Queen die Bedrohung ihres Volkes durch das Virus nimmt, zeigte eine ihrer seltenen Reden an die Nation. Sie forderte darin die Briten zum Kampf gegen den Erreger auf: „Es werden wieder bessere Tage kommen ... Wir werden mit unseren Familien vereint sein. Wir werden uns wiedersehen.“

Großbritannien könnte mit Blick auf die Todesrate zu dem am schlimmsten betroffenen Land in Europa werden, fürchten Experten. Zu den bereits Infizierten gehörte auch ihr ältester Sohn Prinz Charles (71). Der ewige Thronfolger und Biobauer zeigte aber nur milde Symptome und kurierte sich auf seinem Landsitz in Schottland aus.

„Megxit“: Prinz Harry und Meghan ziehen in die USA

Um Ehemann Prinz Philip dürfte sich die Monarchin nicht nur wegen der Pandemie sorgen. Schon kurz vor Weihnachten musste der 98-Jährige ins Krankenhaus gebracht werden. Warum der Senior im Krankenhaus war, ist nicht bekannt. Britische Medien spekulierten, der Prinz habe lange an einem grippalen Infekt gelitten oder sei gestürzt. „Seine Königliche Hoheit möchte allen danken, die ihm gute Genesung gewünscht haben“, teilte der Palast wortkarg mit.

Doch auch die jüngere Generation bescherte der Queen wahrscheinlich schlaflose Nächte. Denn Enkel Prinz Harry (35) zog mit Ehefrau Meghan (38) nach Kalifornien,gab seine royalen Pflichten ab und vollzog den klaren Bruch vom Königshaus.

Sie unterstütze den Wunsch von Harry und Meghan, „ein neues Leben als junge Familie zu schaffen“, teilte die Queen mit. Einen Stich dürfte ihr die Loslösung dennoch versetzt haben, zumal sie ihren bald einjährigen Urenkel Archie seit Monaten nicht gesehen haben soll.

"Megxit": Queen unterstützt Harry und Meghan
Megxit - Queen unterstützt Harry und Meghan

Hoffnung auf eine rosige royale Zukunft machen dagegen Prinz William und seine Frau Kate, die die Krone rettet und für Begeisterung unter den Briten sorgt.

Prinz Andrew soll Sex mit Minderjährigen gehabt haben

Das größte Sorgenkind der Familie ist aber der zweitälteste Sohn von Elizabeth II.: Prinz Andrew (60). Er ist in den Missbrauchsskandal um den toten US-Multimillionär Jeffrey Epstein verwickelt und soll Sex mit einer Minderjährigen gehabt haben. Prinz Andrew stürzte das britische Königshaus in die Krise.

Mit einem Interview hatte der Prinz die Vorwürfe entkräften wollen – und sich stattdessen um Kopf und Kragen geredet. US-Ermittler werfen ihm vor, nicht mit ihnen zu kooperieren. Anfangs schien Elizabeth II. noch zu ihrem Sohn zu halten. Doch dann tauchte der Prinz quasi ab – bis kurz vor Ostern ein Bild veröffentlicht wurde, das ihn beim Einpacken von Geschenktüten für ein Hospiz zeigt.

Nicht nur in der Familie geht es hoch her, auch politisch muss die Queen einiges ertragen. Eigentlich hält sie sich mit politischen Äußerungen zurück. Doch angesichts der eskalierenden Brexit-Streitereien sprach sie ein Machtwort – auf ihre Weise.

Queen spricht im Brexit ein Machtwort

Sie rief in einer Rede zu mehr Respekt auf: „Wenn wir in der heutigen Zeit nach neuen Antworten suchen, bevorzuge ich die bewährten Rezepte wie: gut übereinander sprechen, verschiedene Sichtweisen respektieren, zusammenkommen, um Gemeinsamkeiten zu erkunden und niemals das große Ganze aus den Augen verlieren.“

Für britische Medien war klar: Das ist eine Anspielung auf das Hauen und Stechen im Parlament. Am 31. Januar trat Großbritannien aus der EU aus – mehr als dreieinhalb Jahre nach dem Brexit-Referendum.

Wie die hochbetagte Monarchin in Corona-Zeiten ihren Geburtstag feiert, ist nicht bekannt. Gäste wird sie wegen der geltenden Kontaktbeschränkungen wohl nicht empfangen. Hoffen wir, dass ihr neues Lebensjahr besser verlaufen wird. (jha/dpa)

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