Wie es sich für eine „Hammerbraut“ gehört, ist ihr Motto: „Hauptsache ehrlich“. Moderatorin Charlotte Würdig, die vor ihrer Hochzeit mit Rapper Sido noch Charlotte Engelhardt hieß, hält nicht viel von Schauspielerei und klugen Ratschlägen, die einer modernen Frau von heute nicht wirklich weiterhelfen.

Also hat sie die Sache selbst in die Hand genommen und sich dazu entschlossen, ihre Schwangerschaft auf ihrem YouTube-Kanal „Mein Loft – Die Weibershow“ zu dokumentieren. Und zwar unzensiert und ungeschönt, mit allen Höhen und Tiefen. „Mir ist es wichtig, alles so wiederzugeben, wie ich es fühle“, sagt die 34-Jährige, die ihren Spitznamen einer Heimwerker-Show auf Pro7 zu verdanken hat. Mittlerweile ist die Blondine im sechsten Monat schwanger und verriet vor Kurzem, dass sie einen Jungen erwartet.

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Wenn Charlotte Würdig ungeschönt sagt, dann meint sie es auch. Dann kann es schon mal sein, dass die gebürtige Norwegerin vor laufender Kamera von übermäßigem Appetit, Übelkeit und Gefühlsschwankungen berichtet, oder ihr Ehemann Paul Würdig diese gar mit einer Kamera dokumentiert. Es wird gelacht, geweint, gestritten und später dem Publikum präsentiert.

„Es war zwar meine Idee, diesen Baby-Blog zu machen, aber mein Mann hat sofort zugestimmt und war voll mit dabei“, erzählt Charlotte euphorisch. „Die Videos sind echt und aus unserem Alltag heraus entstanden.“ In vielen Einstellungen filmt sich das Paar gegenseitig, ein wenig verwackelt, aber eben nicht konstruiert. „Wir machen alles selbst“, betont die werdende Mutter. „Das ist so persönlich, dass ich das keinem anderen in die Hand geben würde.“

Auf die Idee, ihren Fans einen Einblick in den Alltag einer Schwangeren zu geben, kam Charlotte Würdig aus gegebenem Anlass: Sie selbst hatte im Internet nach Blogs gesucht, um sich zu informieren. Doch so richtig dabei war ihrer Meinung nach nichts – zumindest nichts, was ihr weitergeholfen hätte. „Es gibt nichts Schlimmeres als Menschen, die dir einreden wollen, was gut für dich ist“, sagt sie. „Ich vertraue auf das, was der Arzt, mein Mann, meine Familie und mein Körper sagen.“ Auch ein Buch zu schreiben stand nie zur Debatte. „Ich wollte das Potenzial des Internets nutzen“, sagt sie und fügt dann hinzu: „Das Ganze ist mein berufliches Baby, auf das ich sehr viel Lust habe und das mir enorm am Herzen liegt.“

Moderatorin tritt beruflich noch nicht kürzer

Ihr einziges Projekt ist „Mein Loft“ aktuell jedoch nicht. Trotz mittlerweile großem Babybauch tritt die Moderatorin beruflich noch nicht kürzer, ist für Jobs in ganz Deutschland unterwegs. „Ich habe Glück, dass meine Schwangerschaft mir nicht so viel Energie raubt, wie es bei manchen Frauen ist. Ich habe Lust zu arbeiten und mache das auch gewissenhaft.“ Dennoch wird die Familie an erster Stelle stehen, wenn der Sohn erst mal da ist. „Ich habe viele Projekte geplant, aber mir die Freiheit genommen, mir so viel Zeit nach der Geburt zu nehmen, wie ich brauche.“

Bis dahin hat die Moderatorin jedoch noch ein paar Wochen, in denen sie arbeiten und ihre Zuschauer über ihre Höhen und Tiefen auf dem Laufenden halten will. Fest steht für sie jedoch: „Wir werden weder eine Kamera im Kreißsaal aufstellen, noch die Privatsphäre unseres Sohnes riskieren.“ Bislang hält sie es sich auch noch offen, ob es im Blog einen Nachklapp nach der Geburt geben wird. „Ich würde berichten, wie es mir in der ersten Mama-Phase geht, aber das weiß ich noch nicht. Darüber mache ich mir dann Gedanken.“ Angst davor, möglicherweise zugeben zu müssen, dass sie die Mutterrolle nach der Geburt komplett einnimmt, hat sie nicht. Im Gegenteil: Sie empfindet Mütter, die so tun, als wären Beruf und Kind leicht zu vereinbaren, als einschüchternd. „Es gibt bestimmt Frauen, bei denen das so ist, aber hier und da wird schon heftig geflunkert“, sagt Charlotte Würdig und fügt lachend hinzu: „Man darf nicht vergessen, dass bei den Hollywood-Stars auf jedes Kind eine Nanny kommt und jeweils ein Vater.“

Auf den Vater ihres Kindes, der früher nur als Rüpel-Rapper bekannt war, ist sie schon jetzt stolz. „Ich habe einen Mann, der mich liebevoll umsorgt – mehr als ich jemals geglaubt habe. Er trägt mich auf Händen “, lobt sie Paul Würdig. Immerhin sei auch für die Männer eine Schwangerschaft eine große Herausforderung, „auch wenn es nur im Kopf bei ihnen stattfindet.“