Echo-Verleihung

Rapper, Geiger, Models – So bunt war die Echo-Party

Nach dem Event ist vor dem Event: Auf der Party nach der Echo-Verleihung ließen es sich die Prominenten bis in den frühen Morgen gut gehen. Die großen Stars suchte man auf der Veranstaltung jedoch meist vergeblich.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Die furiose Echo-Show war zu Ende, und sie war dank Entertainerin Helene Fischer ohne große Pannen über die Bühne gegangen. Nachdem im Saal des Palais am Funkturm die Lichter ausgegangen waren, strömten die Gäste gut gelaunt in den Aftershow-Party-Bereich. Doch – ganz Berlin-typisch – hieß es hier für die Nicht-VIPs erst einmal „Stopp“: Rund eine Dreiviertelstunde lang war es den Lila-Bändchen-Promis vorbehalten, die Tanzfläche, Bars und Buffets zu stürmen.

Zu den ersten Gästen mit Drinks in der Hand gehörten Dschungel-Zicke Georgina, aber auch Topmodel-Kandidatin Sara Nuru und die beiden Thomalla-Frauen – Sophia und Simone waren wieder in Beste-Freundinnen-Manier unterwegs – nippten bereits recht früh am Cocktail-Glas. Richtig voll wurde es dann jedoch, als auch das einfache Fußvolk mit grauen Bändchen am Arm die Party stürmen durfte, die dank Live-Band und einem bunten, leuchtenden Pappaufsteller mit Echo-Schriftzug auf den ersten Blick eher an einen Abschlussball eines amerikanischen Highschool-Films erinnerte.

After-Show-Party ist beliebter als die Veranstaltung selbst

Innerhalb kurzer Zeit kochte die Stimmung um einiges mehr als zuvor im Saal, wodurch auch wieder einmal klar wurde, weshalb die After-Show-Party deutlich beliebter ist als die Veranstaltung selbst. Die wirklich großen, internationalen Gesichter zeigten sich jedoch nicht auf dem Party-Parkett. Stars wie Lana Del Rey, Katie Melua, die Kultband Depeche Mode oder die ehrwürdigen Rock-Opas von Led Zeppelin ließen sich nicht blicken.

>>>Zum Nachlesen: Der Live-Ticker von der Echo-Verleihung

Ein Bad in der Menge genoss jedoch der Geigenvirtuose David Garrett, der ohne Freundin, dafür aber mit sehr guter Stimmung auf die Party gekommen war. Immer wieder wurde mit ihm angestoßen, er wurde beglückwünscht und trank gern mit.

Ihre eigene kleine Party feierten die Toten Hosen, die in diesem Jahr in insgesamt vier Kategorien abgeräumt hatten. Frontmann Campino war sehr guter Dinge, jedoch hielt man sich nicht, wie es eigentlich naheliegend gewesen wäre, vor dem Jägermeisterstand auf.

Panda-Rapper Cro lässt sich Drinks von der Freundin reichen

Ständig mit Getränken versorgt und permanent von einer Entourage umgeben war Panda-Rapper Cro, der an diesem Abend auch mehrere Echos mit nach Hause nehmen konnte. Wie ein Schatten folgte ihm ein breitschultriger Bodyguard, eine Freundin reichte ihm sogar die Drinks und die angezündeten Zigaretten unter die Maske an. Genervt von den vielen Foto-Versuchen anderer Partygäste war Cro jedoch nicht in den Sinn gekommen, in einer dunklen Ecke mal seine Maske abzunehmen – die Privatsphäre wäre ihm garantiert gewesen. Nur wenige wissen, wie der Nachwuchs-Sänger ohne schwarz-weiße Bärchenschnauze wirklich aussieht.

Je später der Abend desto dünner die Promi-Dichte: Hartnäckig hielt die mit pinkfarbenen Haarsträhnen geschmückte Schauspielerin Eva Habermann auf der Tanzfläche durch, genau wie Sänger Tim Bendsko und Schauspieler-Sohn Wilson Gonzales Ochsenknecht, der sich gegen halb vier erschöpft neben dem DJ-Pult niedergelassen hatte.

Von Gastgeberin Helene Fischer war nichts zu sehen

Ach, und übrigens: Von Gastgeberin Helene Fischer war den ganzen Abend über nichts zu sehen auf der Aftershow-Party. Womöglich war die Veranstaltung für sie und viele der A-Promis nicht glamourös genug. Es waren eher die Casting-Könige und Fernseh-Sternchen, die sich sichtlich wohlfühlten – allen voran Drag-Queen Olivia Jones, die trotz flacher Stiefel 99,9 Prozent der Gäste deutlich überragte. Ob sie – wie bereits auf dem roten Teppich angekündigt – so lange bleiben würde, bis das Licht angeht, war nicht in Erfahrung zu bringen. In der richtigen Stimmung dafür war sie allemal.