Peter Plate von der Band Rosenstolz veröffentlicht Anfang April sein erstes Soloalbum 'Schüchtern ist mein Glück', mit dem er sich seinen Fans von einer bisher kaschierten Seite präsentieren möchte. "Ich kann endlich zu meiner Schüchternheit stehen. Ohne Wenn und Aber", freut er sich im Magazin „Cover“.

Bei der Echo-Verleihung stand er dann ohne Rosenstolz-Partnerin AnNa R. auf der Bühne, spielte ein Medley neuer Songs mit Lena und Silly. Plate wirkte gelöst, gar nicht schüchtern, doch leicht fallen ihm Auftritte offenbar nicht.

Starkes Lampenfieber vor Rosenstolz-Auftritten

Schon im Duo mit AnNa R. habe er unter starkem Lampenfieber leiden müssen, so der 45-Jährige weiter. Zwar habe Plate seine Karriere genossen, "doch die Ängste waren immer da: vor dem nächsten Auftritt, vor einem Interview, im Alltag". Dies liege daran, dass er bis heute so introvertiert sei, wie schon als Kind - auch wenn er bereits genug Bühnenerfahrung sammeln konnte.

"Die Panikattacken hat kaum jemand mitbekommen, und ich habe mich in Rituale geflüchtet, mich bis zur Erschöpfung um jedes Detail während der Tourneen gekümmert."

Mit 45 Jahren beginnt Peter Plate von vorne

2009 gab Plate bekannt, am Burnout-Syndrom zu leiden, woraufhin er sich eine Auszeit von Rosenstolz gönnte. Nach dem Comeback kündigten er und seine Kollegin im letzten Jahr dann erneut an, eine Pause einlegen zu wollen.

Die Zeit danach nutzte der Musiker, um sich neu zu orientieren. "Ich habe mich entschlossen, meine eigenen Lieder zu singen", verrät er. "Jetzt bin ich 45 und beginne wieder ganz von vorne." Dass es riskant sei, nun im Alleingang Musik zu machen, wisse er, betont jedoch: "Ich bin im Moment sehr glücklich."