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Xavier Naidoo und Kool Savas gehen in die Offensive

| Lesedauer: 2 Minuten

Foto: Katja Kuhl / dpa

Via Facebook melden sich die beiden Musiker Xavier Naidoo und Kool Savas zu Wort. Ihnen war zuvor Volksverhetzung vorgeworfen worden.

Das Musiker-Duo „Xavas“ hat am Donnerstagmorgen via Facebook auf die Kritik ihres umstrittenen Liedtextes „Wo sind sie jetzt“ reagiert. Nachdem die linke Jugendorganisation „Solid“ zu Beginn der Woche Strafanzeige gegen Xavier Naidoo und Kool Savas erstattet hatte, fühlen sich die beiden Künstler grundsätzlich missverstanden. Ihnen war Homophobie, Volksverhetzung und Aufruf zur Körperverletzung vorgeworfen worden.

Dem langen Facebook-Beitrag stellt Naidoo voran: „Zuerst möchten wir all unsere Sympathie und unseren großen Respekt gegenüber allen Schwulen und Lesben weltweit bekunden.“ Weiter schreibt Naidoo, der Liedtext sei das Ergebnis seiner langen Beschäftigung mit dem Thema Kindesmissbrauch. Er selbst sei im Alter von acht Jahren „in die Hände eine pädophilen Mannes geraten“. Weiter beschreibt er, das Lied sei ein Aufruf an Politiker und Sicherheitsbehörden, gegen „Ritualmorde an Babys“ vorzugehen. Es sei ihm unverständlich, wie man den Text „falsch interpretieren“ kann.

Naidoos Partner Kool Savas schreibt: „Ich möchte klar stellen, dass es nie die Absicht unseres Liedes war, Homosexualität und Pädophilie gleichzusetzen, oder zur Gewalt gegen Menschen aufzurufen.“ Er hoffe darauf, dass die Erklärung alle „Fehlinterpretationen“ ausräumen könne.

Bis Donnerstagvormittag drückten mehr als 5000 Facebook-Freunde den „Gefällt mir“-Button. Zahlreiche Fans unterstützten in ihren Kommentaren das Musik-Duo.

In dem umstrittenen Song heißt es unter anderem: „Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann f... ich euch in den A..., so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würde ich euch töten. Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die K... Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen S... nicht im Griff. Warum liebst du keine M.., weil jeder Mensch doch aus einer ist?“

Ob nach dem Eingang der Strafanzeige ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, ist noch nicht entschieden. Die Berliner Staatsanwaltschaft erklärte sich am Donnerstag für nicht zuständig und verwies auf die Kollegen in Mannheim, wo ebenfalls eine Anzeige einging.

( BMO )

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