Casting-Show

Wie „The Voice“ die Berliner Band BossHoss verändert

BossHoss-Sänger Sascha Vollmer und Alec Völkel über verbale Gefechte und musikalische Talente bei der TV-Show „The Voice of Germany.“

Foto: Maja Hitij / dapd

Die Cowboyhüte sind ihr Markenzeichen. Sascha Vollmer und Alec Völkel sind die Köpfe der Berliner Band The BossHoss. Seit 18. Oktober 2012 sitzen sie wieder neben Nena, Rea Garvey und Xavier Naidoo in der Jury der TV-Castingshow „The Voice of Germany“. Morgenpost Online sprach mit den Musikern.

Morgenpost Online: Die zweite Staffel "The Voice of Germany" läuft aktuell auf Pro7 und Sat1. Lässt sich der große Erfolg der ersten Staffel wiederholen?

Alec Völkel: Die Quoten bisher sind super, sogar besser als beim letzten Mal. Natürlich glauben wir, dass es wieder ein Erfolg wird, sonst würden wir es auch nicht noch mal machen. Es ist ein tolles Format, ganz anders als andere Castingshows.

Sascha Vollmer: Wir gehen mit viel Freude ran, es läuft prima, und wir sind gespannt, was noch alles kommt.

Morgenpost Online: In den "Blind Auditions", die nun in die letzte Runde gehen, sehen Sie die Kandidaten erst hinterher. Gab es beim Umdrehen schon viele Überraschungen?

Völkel: Klar, eigentlich ständig.

Vollmer: Man denkt zum Beispiel, es wäre eine kräftige Frau, und dann ist es ein Spargeltarzan. Auch das Alter lässt sich ganz schwer einschätzen. Viele klingen stimmlich reif, sind aber unglaublich jung.

Morgenpost Online: In welchen Momenten drücken Sie auf den Buzzer?

Völkel: Schwer zu sagen. Es gibt da keinen Punktekatalog, nach dem wir uns richten. Es ist eher ein Bauchgefühl, ein Moment, der etwas auslöst. Singen können sie alle. Aber es muss etwas geben, das mitschwingt - dann drücken wir auch auf den Buzzer.

Morgenpost Online: Was passiert, wenn Sie einmal nicht der gleichen Meinung sind? Kommt das vor?

Vollmer: Eher selten. Wir kennen uns schon so lange und so gut, wir haben einen sehr ähnlichen Geschmack. Wir unterhalten uns viel über die Kandidaten und diskutieren - auch wenn man das vor der Kamera nicht immer sieht. Wenn wir uns dann für jemanden entscheiden, ist das schon einstimmig.

Morgenpost Online: Der Ton innerhalb der Jury ist rauer geworden. Vor allem mit Rea Garvey, aber auch mit Xavier Naidoo liefern Sie sich verbale Gefechte. Ernst gemeint - oder nur Show?

Völkel: Der Ton ist nicht rauer, einfach nur ein bisschen lockerer. Wir kennen uns besser, haben weniger Hemmungen vor der Kamera und wir gehen mehr ab. Wir sind schlagfertiger geworden, hauen uns schneller die Brocken um die Ohren, sticheln ein bisschen mehr - aber wir lachen auch viel mehr.

Morgenpost Online: Wie gehen Sie mit der gestiegenen Aufmerksamkeit um?

Völkel: Grundsätzlich freuen wir uns sehr, dass der Erfolg der Sendung auch auf uns und die Band abgefärbt hat.

Vollmer: Der Terminkalender ist natürlich schon voller als vorher. Und es gibt viel mehr Fanpost - damit haben wir gut zu tun, auch mit Autogramme schreiben.

Morgenpost Online: The BossHoss wollen 2013 wieder auf Tour gehen, auch ein neues Album ist geplant. Worauf dürfen sich die Fans freuen?

Völkel: Da können wir leider noch gar nicht viel sagen. Momentan arbeiten wir noch an einer Wiederveröffentlichung des letzten Albums, das Ende November erscheint.

Heute Abend (2. November 2012) um 20.15 Uhr auf Sat.1 läuft die sechste Folge von „The Voice of Germany.“