Im vergangenen Jahr holte die Berlinerin Ivy Quainoo den Titel - seit Donnerstagabend suchen die Juroren Rea Garvey, Xavier Naidoo, „The BossHoss“ und Nena in der zweiten Staffel der Vox-Castingshow „The Voice of Germany“ ein neues Talent. Mit gutem Erfolg. Rund 5,3 Millionen Zuschauer (28,5 Prozent Marktanteil) verfolgten den Auftakt des Gesangswettbewerbs.
Besonders Nena freute sich über gute Laune aus dem Ruhrgebiet: Die 42 Jahre alte Brigitte Lorenz aus Witten überzeugte mit ihrer Version des Songs „Misery“ von Pink - und mit ihrer frechen Art. Bei den Juroren für Eindruck sorgte außerdem der 18-jährige Schweizer Neo mit dem Song „Mad World“.
Xavier Naidoo begrüßte den Comiczeichner Jesper Jürgens (25) aus Hamburg in seinem Team und sagte bereits zum Auftakt der Castingsreihe: „Ich hatte das Gefühl, dass das der Sieger ist, in dem Moment, in dem ich ihn gehört habe“.
Keine Äußerlichkeiten gefragt
Rund 150 Kandidaten stellen sich bei „The Voice of Germany“ der Jury in den sogenannten Blind Auditions. Der Begriff Blind Auditions bedeutet, dass die Jury mit dem Rücken zur Bühne sitzt und die Kandidaten zunächst nur hört. Äußerlichkeiten sollen Juroren, anders als es sonst bei Shows dieses Genres üblich ist, nicht beeinflussen. Es ist dieses Konzept, welches das hohe gesangliche Niveau und den Erfolg der ersten Staffel ausmachte.
Gelten Castingshows wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Das Supertalent“ unter Kritikern als Trash-TV, in dem es hauptsächlich auf peinliche Auftritte und die maximale Demütigung der Kandidaten ankomme, bekam die von dem niederländischen Fernsehproduzenten John de Mol entwickelte Sendung viel Lob. Im Februar wurde die Show mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet, Anfang Oktober folgte der Deutsche Fernsehpreis. Auch in der Publikumsgunst punktete „The Voice of Germany“ und erreichte im Schnitt rund vier Millionen Zuschauer, während andere Formate inzwischen sinkende Quoten verzeichnen.
Das Finale der ersten Staffel gewann im Februar die 19-jährige Ivy Quainoo aus dem Team von The BossHoss. Für sie sei die Teilnahme an „The Voice of Germany“ eine schöne Erfahrung gewesen, berichtet sie am Rande der Blind Auditions, die sie diesmal als Zuschauerin beobachtet. „Es ist natürlich auch schön, wenn man einfach nur zugucken darf und nicht mehr selbst da durch muss“, sagt sie. Sie werde sich auf jeden Fall alle Shows der neuen Staffel ansehen.
dapd/BMO



