Box-Weltmeister Wladimir Klitschko geht gelassen mit Gerüchten über seine Homosexualität um. Tippt man seinen Namen in die Suchmaske des Internet-Konzerns Google, wird das Wort „schwul“ automatisch ergänzt - ein Fall, der an die Rotlicht-Gerüchte um Ex-Bundespräsidenten-Gattin Bettina Wulff erinnert.

Gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“ wundert sich Klitschko: „Das steht da? Na ja, diese Gerüchte habe ich schon sehr häufig gehört, und ich amüsiere mich darüber.“

Sein Verhältnis zu Homosexuellen sei „absolut neutral“, sagt der Ukrainer. „Ich lasse jedem Menschen seine Entscheidung über sein Privatleben und respektiere sie, solange das Private aus der Öffentlichkeit herausgehalten wird.“ Auf die Idee, Google wegen dieser Verbindung zu verklagen, käme Klitschko jedoch nicht: „Ich verschwende keine Energie darauf, Dinge zu bekämpfen, die es nicht wert sind. Die Menschen brauchen Gerüchte.“

Klitschko blickt gespannt auf ukrainische Wahl

Gespannt schaut Wladimir derweil nach Kiew, wo sein Bruder Witali am Sonntag als Vorsitzender der Partei Udar um den Einzug ins ukrainische Parlament kämpft. „Ich bin ein politisch interessierter Mensch, und ich werbe mit voller Überzeugung für Witali und seine Partei, weil ich weiß, dass der Weg der Reformen, den er gehen will, der richtige ist “, betonte Wladimir, der seine Stimme persönlich im ukrainischen Konsulat in München abgeben wird.

Zur nächsten Titelverteidigung wird der 1,98-m-Hüne am 10. November in Hamburg gegen den Polen Mariusz Wach antreten. Momentan bereitet sich Klitschko mit seinem Interimscoach Johnathon Banks in Österreich auf den WM-Fight vor.

sid/bee