18-jährige Bobbi Kristina

Whitney Houstons Tochter musste ins Krankenhaus

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Wenige Stunden vor der Verleihung der Grammys hat der überraschende Tod von Pop-Diva Whitney Houston die Musikszene erschüttert. Auch ihre Angehörigen stehen unter Schock. Die Sängerin hinterlässt eine 18-jährige Tochter, die Sonntag in eine Klinik eingeliefert werden musste.

Die amerikanische Sängerin Whitney Houston ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Sie wurde am Samstagnachmittag tot in der Badewanne in einem Hotelzimmer in Beverly Hills aufgefunden, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Zuvor hatte Houstons Sprecherin Kristen Foster den Tod der Sängerin bekannt gegeben, sie nannte aber weder Ursache noch weitere Einzelheiten. Die Todesursache ist bislang nicht bekannt . Eine Autopsie soll nun klären, woran die Künstlerin gestorben ist.

Nach dem Tod ist Houstons Tochter am Sonntag nach Angaben von Sanitätern in eine Klinik in Los Angeles gebracht worden. Der Grund für die Einweisung von Bobbi Kristina Brown wurde nicht genannt. Die 18-Jährige war zuvor aus dem Hilton Hotel in Beverly Hills gebracht worden, wie die Feuerwehr mitteilte.

Einen Tag zuvor war ihre Mutter in dem gleichen Hotel tot aufgefunden worden. Der Leichnam der Sängerin wurde am Sonntagmorgen in ein Leichenschauhaus gebracht.

Zuvor hatte die Tochter laut US-Medienberichten versucht, ihre verstorbene Mutter zu sehen. Die anwesenden Polizisten sollen ihr das jedoch mit der Begründung verweigert haben, dass dies wegen der laufenden Ermittlungen nicht möglich sei. Das Onlineportal tmz.com berichtet von einer darauffolgenden lautstarken Auseinandersetzung zwischen der 18-Jährigen, die angeblich selbst mit Drogenproblemen zu kämpfen hat, und den Polizisten.

Auch Houstons berühmte Cousine, die Soulsängerin Dionne Warwick, durfte nicht mehr zu der toten Sängerin. Sie war nach der Todesnachricht ebenfalls in dem Hotel aufgetaucht und hatte verlangt, eingelassen zu werden. Angeblich haben bereits andere Familienmitglieder, die kurz nach der Feststellung des Todes alarmiert worden waren, Houstons Leiche eindeutig identifiziert.

Inzwischen hat sich auch ihr Ex-Mann Bobby Brown zu Houstons Tod geäußert. Wenige Stunden nach der Todesnachricht sollte er laut Internetportal "Access Hollywood" ein Konzert geben. Schließlich sagte er vor tausenden von Fans über Whitney: "Ich möchte Dir sagen: 'Ich liebe Dich'. Auf diese Bühne zu kommen, war für mich eines der schwierigsten Dinge, die ich je tun musste." Anschließend soll ihm während einer Ballade die Stimme weggebrochen sein. Kurz darauf wurde das Konzert beendet.

In Houstons Zimmer sollen rezeptpflichtige Arzneimittel gefunden worden sein. Hinweise darauf, dass die Sängerin vor ihrem Tod Alkohol getrunken habe, gab es bislang nicht. Houstons Drogensucht ist seit Jahren bekannt. Immer wieder ließ sich die Sängerin wegen ihrer Abhängigkeit behandeln. Ihre Ehe mit dem R&B-Sänger Bobby Brown war von Schlagzeilen über Drogen-Eskapaden und Gewalt geprägt.

Houston hatte das alleinige Sorgerecht für ihre gemeinsame Tochter Bobbi Kristina, die 1993 geboren wurde. 2007 ließ sich das Paar scheiden, es wurde ruhiger um Houston. Doch auf ihrer Comeback-Tournee 2009 und 2010 schockierte Houston viele Fans mit ihrer brüchigen Stimme und ihrem unsicheren Auftreten. Im folgenden Frühjahr sagte eine Sprecherin, die Sängerin habe sich erneut in eine Entzugsklinik begeben.

Früher Tod vieler Künstler

Es ist in der Geschichte der Popmusik traurigerweise ein bekanntes Drehbuch – Stars und potenzielle Stars, die sich allzu früh aus dem Leben verabschiedet haben. Erst Ende Juli 2011 war Amy Winehouse im Alter von 27 Jahren gestorben. Nachdem sich die Nachricht von Winehouses Tod wie ein Lauffeuer verbreitet hatte, stellten Fans sie in eine Reihe mit anderen in jungen Jahren verstorbenen Talenten. Viele wiesen darauf hin, dass die Britin im selben Alter gestorben war wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Brian Jones, Kurt Cobain und Jim Morrison. Zahlreiche weitere Stars starben zwar nicht mit Mitte Zwanzig, aber doch viel zu früh: Elvis Presley mit 42, Judy Garland mit 47, Michael Jackson mit 50 und nun Houston mit 48 Jahren.

In den 1980er und 1990er Jahren galt Houston als das Golden Girl der Musikindustrie. Zu ihren Hits zählen Lieder wie „Saving All My Love for You“ und „I Will Always Love You“. Houston gewann insgesamt sechs Grammys und verkaufte laut ihrer Website mehr als 170 Millionen Alben, Singles und Videos. Auch auf der Leinwand war sie erfolgreich: Im Januar 1993 lief in den deutschen Kinos ihr erster Film „Bodyguard“ an. Darin spielt Houston an der Seite von Hollywood-Star Kevin Costner die Pop-Sängerin Rachel Marron, die Drohbriefe von einem Unbekannten erhält. Zudem war Houston unter anderem in den Filmen „Warten auf Mr. Right“ und „Cinderella“ zu sehen.

Die ARD änderte angesichts des Todes der US-Diva ihr Programm und wollte am Sonntag (23.35 Uhr) den Film „Bodyguard“ zeigen

( dapd/nbo )

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