Beverly Hills

Stars ehren Whitney Houston bei Grammy-Gala

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Sängerin Whitney Houston wurde einen Tag vor der Grammy-Verleihung tot in einem Hotelzimmer in Beverly Hills gefunden. Nun soll sie auf der Gala musikalisch geehrt werden. Woran die Popdiva starb, wird durch eine Obduktion geklärt.

Der Leichnam der verstorbenen Popsängerin Whitney Houston ist aus dem Hotel, in dem sie tot aufgefunden worden war, in ein Leichenschauhaus gebracht worden. Danach werde eine Autopsie durchgeführt, erklärte ein Sprecher der Gerichtsmedizin von Los Angeles, Brian Elias. Ein Termin für die Obduktion der Leiche stehe noch nicht fest. Zuvor wolle man die Berichte der Ermittler abwarten, sagte Elias. Er wollte sich nicht dazu äußern, wie Houstons Leichnam aufgefunden wurde. Das Onlinemagazin TMZ.com meldete, Houston sei in der Badewanne aufgefunden worden. Möglicherweise sei sie ertrunken.

Einen Tag vor der Grammy-Verleihung wurde die Pop-Ikone am Samstagnachmittag tot in einem Hotelzimmer in Beverly Hills aufgefunden. Der Ablauf der Veranstaltung am heutigen Sonntagabend in Los Angeles soll ihr zu Ehren geändert werden. Houston wurde sechs Mal mit dem international renommierten Musikpreis ausgezeichnet und gehört damit zu den erfolgreichsten Sängerinnen ihrer Zeit. Houston sollte im Hills Hotel bei einem Grammy-Dinner auftreten – organisiert von Produzent Clive Davis, der Houston in den 80er-Jahren entdeckt hatte.

US-Fernsehsender unterbrachen ihr laufendes Programm für Sondersendungen. CNN-Moderator Piers Morgan sagte, Whitney Houston sei für ihn die Queen of Pop, ebenso wie Michael Jackson für ihn der King of Pop sei. Tony Bennett, der bei der Clive Davis Gala als erster auftrat, sagte: „Erst war es Michael Jackson, dann Amy Winehouse, nun die großartige Whitney Houston.“ Er forderte die Legalisierung von Drogen nach dem Vorbild Amsterdams.

Houston ließ sich in den vergangenen Jahren immer wieder wegen ihrer Drogensucht behandeln. Ihre 15 Jahre dauernde Ehe mit dem R&B-Sänger Bobby Brown war von Schlagzeilen über Drogeneskapaden und Gewalt geprägt. Houston hatte das alleinige Sorgerecht für ihre gemeinsame Tochter Bobbi Kristina, die 1993 geboren wurde. 2007 ließ sich das Paar scheiden, es wurde ruhiger um Houston. Doch auf ihrer Comeback-Tournee 2009 und 2010 schockierte Houston viele Fans mit ihrer brüchigen Stimme und ihrem unsicheren Auftreten. Im folgenden Frühjahr erklärte eine Sprecherin, die Sänger habe sich erneut in eine Entzugsklinik begeben.

Musikalische Ehrung für Houston bei Grammys

Bei der Grammy-Veranstaltung sollten indes die musikalischen Erfolge des Ausnahmetalents im Vordergrund stehen: Sängerin und Schauspielerin Jennifer Hudson wollte zu Ehren ihres verstorbenen Idols singen. Show-Produzent Ken Ehrlich sagte, die herausragenden Leistungen Houstons müssten gewürdigt werden. Inwieweit der Ablauf der Veranstaltung in so kurzer Zeit noch geändert werden kann, ist allerdings unklar. Ehrlich sagte, es sei alles so überraschend gekommen, dass kaum Zeit für Vorbereitungen bleibe. In jedem Fall bekomme Houston aber eine musikalische Ehrung, an der auch Hudson mitwirken werde.

Hudson hatte bei der Clive Davis Gala über Houstons Einfluss auf ihre Karriere gesprochen. Sie sei mit den Liedern der Sängerin aufgewachsen und habe davon geträumt, Duetts mit ihr zu singen. Houston war es auch, die Hudson ihren ersten Grammy überreichte.

( dapd/sei )

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