Drogenexzesse

Charlie Sheen hält sich für einen Übermenschen

Schauspieler Charlie Sheen glaubt, sein Gehirn und sein Herz unterscheiden ihn vom Rest der Menschheit. Daher überstehe er auch seine Drogenexzesse.

US-Schauspieler Charlie Sheen hat trotz des vorzeitigen Abbruchs seiner Serie „Two and a Half Men“, den er mit seinen Drogenexzessen verursachte, herumgeprahlt. „Ich habe genug davon, so zu tun, als ob ich nichts Besonderes wäre“, sagte der 45-Jährige in einem Interview mit der „Today“-Show des Senders NBC.

Sich selbst beschrieb er als übermenschlich – mit einem „anderen Gehirn“ und einem „anderen Herzen“ als Normalsterbliche, weshalb er auch seine Drogenexzesse überstehen könne.

„Ich bin auf einer Droge. Sie heißt 'Charlie Sheen'“, sagte der Schauspieler in einem weiteren Interview des Fernsehsenders ABC. Ausschnitte davon wurden am Montag in der Frühstückssendung „Good Morning America“ ausgestrahlt. Ähnlich äußerte sich Sheen in der „Today“-Show, außerdem gab es ein Live-Interview auf der Promi-Website TMZ.

Die Folgen ließen nicht lang auf sich warten: Sheens Sprecher Stan Rosenfeld erklärte kurz darauf, er werde seinen Job nicht länger machen. Er sei zurzeit nicht in der Lage, „erfolgreich" als Sheens Sprecher zu arbeiten“, so Rosenfeld.

Genauere Gründe für Rosenfelds Entscheidung gab es nicht – allerdings hatte Sheen gegenüber TMZ unverhohlen Kritik an seinem eigenen Sprecher geübt. Dieser hatte im Oktober 2010 nach einer ausschweifenden Party und einem Krankenhausaufenthalt Sheens erklärt, der Schauspieler habe allergisch auf ein Medikament reagiert.

„Ich habe geschlafen, als diese Erklärung rausging“, sagte Sheen gegenüber TMZ. Rosenfeld habe sein Bestmögliches getan, „aber wenn ich mich mit ihm beraten hätte, dann wäre mir wahrscheinlich etwas Besseres eingefallen.“