Vier Filme brauchte Susanne Bormann, um vom Kind zur Konkurrentin zu werden: „Ich habe drei Mal Corinna Harfouchs Tochter gespielt, jetzt spanne ich ihr den Mann aus.“ Im Tatort mit dem Titel „Schön ist anders“ (12. Dezeember, 20.15 Uhr, ARD) stehen die Schauspielerinnen nach zehn Jahren wieder gemeinsam vor der Kamera, das erste Mal 1988 in „Treffen in Travers“. Das Wiedersehen fand Susanne Bormann schön, trotzdem musste sie die meiste Zeit am Set weinen: „Das Schicksal meiner Figur war ja recht tragisch.“

Die 31-Jährige spielt eine Straßenbahnfahrerin, die sich in einen verheirateten Mann verliebt, ein Kind von ihm erwartet. Er will seine Frau verlassen und wird ermordet. Für Lügen in der Liebe hat Susanne Bormann kein Verständnis: „Wenn ich eine offene Beziehung hatte, dann war es von vorneherein so abgemacht. Ich bin nicht so morbid in Beziehungen, da habe ich einen sehr gesunden Selbsterhaltungstrieb.“ Auch das Beuteschema ihrer Filmfigur ist ihr fremd: „Männer, die um einiges älter sind als ich, sind für mich nicht so interessant.“ Die gebürtige Kleinmachnowerin ist seit zehn Jahren glücklich liiert – mit Nicolai Ziel, dem Schlagzeuger der Band „Dota – Die Kleingeldprinzessin und die Stadtpiraten“.

Affären beobachtet sie lieber aus der Ferne: „Ich denke mir immer: Was für ein Stress! Warum verlieben sich Leute in Menschen, die sie gar nicht haben können. Wollen sie die überhaupt?“ Spannung sucht sie im Job, im Hörspiel „Kein Wort zu Oosterbeek“ (20. Dezember, 23.05 Uhr, WDR3) über die Bilderberger Konferenz. 2011 geht's gefühlig weiter. Am 2. Januar beginnen die Dreharbeiten zu Detlev Bucks Kinofilm „Woman in love“. Sandra Basan