Grand-Prix-Siegerin Lena Meyer-Landrut hält Berlin für den idealen Ausrichtungsort des Eurovision Song Contest 2011. „Repräsentativ für Deutschland fände ich schon Berlin“, sagte sie gestern in Köln. „Berlin ist groß, multikulturell und hat für mich alles. Muss man jetzt halt abwarten“, so die 19-Jährige, die in Köln ihre neue Single „Touch A New Day“ bewarb.
Erst am Sonntagabend landete Meyer-Landrut wieder in Deutschland, nach einer Promotion-Tour durch ganz Europa, und räumt auch gleich mit einigen Gerüchten auf: Nächstes Jahr im April beginnt sie ihre Deutschland-Tour – die größten Hallen der Republik wurden gemietet. „Es kursieren Gerüchte, dass der Vorverkauf nicht so gut läuft. Ja ja, meine Karriere bricht ja jetzt auch grad ab...“, kommentierte sie mit dem typisch-spöttischen Lena-Lächeln, um dann gleich klarzustellen: „Der Kartenverkauf läuft. Wir sind alle komplett zufrieden. Und es sind noch acht Monate bis zum Tourstart.“
Tatsächlich sind für die „Lena Live Tour 2011“ ausschließlich Hallen gebucht worden, in denen sonst Stars wie Madonna, Santana oder Shakira auftreten. Und in dieser Liga soll die Hannoveranerin schon mitspielen? Selbst der Konzertveranstalter Eventim bestätigte, dass der Vorabverkauf nur schlecht anlief. „Vor dem Tourstart wird Lena auch noch ein neues Album auf den Markt bringen “, sagt Nico Gössel von der Plattenfirma Universal.
Auch er sieht keinerlei Probleme. Gössel war gerade mehrere Tage mit Meyer-Landrut in London, Brüssel und Amsterdam und ist von „dem positiven Feedback“ noch überwältigt. Fakt ist aber: Die zweite Lena-Single „Touch A New Light“ steht zwei Tage vor der Veröffentlichung bei dem Online-Händler Musicload nur auf Rang 48, bei den Amazon-Download-Charts auf Platz 44. „Auch die Chartpositionierung werden wir erst eine Woche nach Veröffentlichung kennen“, sagt Gössel. Alles andere sei reine Spekulation. Im Video zu „Touch A New Light“ springt Meyer-Landrut in einen See – ein Symbol, dass ihre Karriere baden geht? „Sicher nicht“, so Meyer-Landrut selbstbewusst und allen Unkenrufen zum Trotz.
jess



