Gegen Gewalt

DiCaprio lehnt Dreharbeiten mit Mel Gibson ab

Hollywoodstar Leonardo DiCaprio sollte eigentlich die Hauptrolle in Mel Gibsons neuem Filmprojekt über Wikinger spielen. Dies lehnte der Schauspieler nun jedoch entschieden ab. Der Grund: das fragliche Verhalten Gibsons in Bezug auf seine Ex Oksana.

Foto: dpa

Eigentlich sind Hollywoodstars unter sich immer recht loyal und mischen sich prinzipiell nicht in das Privatleben ihrer Kollegen ein. Schließlich haben sie meist selbst genug damit zu tun, ihre Angelegenheiten möglichst geheim zu halten. Leonardo DiCaprio (35) bezog nun aber doch mal Stellung, ließ Schauspieler und Regisseur Mel Gibson wissen, dass er so gar nichts von seinem derzeitigen Verhalten in Bezug auf die Scheidungsschlacht mit der Russin Oksana Grigorieva (40) hält.

Wie der Internetdienst „RadarOnline“ am Freitag berichtete, zog DiCaprio nach den aktuellen Ereignissen im Hause des Filmemachers die Konsequenzen und ließ das geplante Projekt mit dem Star aus „Braveheart“ platzen. "Leonardo hat sich das Recht verdient, auszusuchen, mit wem er arbeiten möchte. Mel Gibson gehört nicht dazu. Keine Chance“, hatte ein Vertrauter des Schauspielers bei „RadarOnline“ ausgeplaudert. Grund dafür seien die jüngsten Ausfälle des Hollywood-Regisseurs. "Unmöglich", dass DiCaprio angesichts der Vorwürfe gegen Gibson weiter mit ihm zusammenarbeite, versicherte die Quelle. Gibson hatte geplant, einen Streifen über die Wikinger zu drehen, den Hollywood-Beau hatte er für die Hauptrolle vorgesehen. Die Dreharbeiten sollten bereits im Herbst beginnen.

Im Juni hatte auch es auch noch so ausgesehen, als würde es tatsächlich zu einer ersten Zusammenarbeit zwischen den beiden Stars kommen. DiCaprio sagte damals noch: "Ich wollte schon immer mal eine Wikinger-Geschichte machen. Ich bin ein großer Fan von historischen Themen und denke, dass es noch nie einen wirklich fantastischen Wikinger-Film gegeben hat. Sie waren die größten Barbaren in der Geschichte der Menschheit und ich bin neugierig auf Mel Gibsons Version davon."

Doch es scheint, als habe sich der 54-Jährige etwas zu intensiv mit dem Begriff „Barbar“ auseinandergesetzt und würde die Verhaltenszüge nun auch in seinem privaten Leben annehmen. Beruflich jedenfalls könnte es für Gibson künftig schwierig werden, in Hollywood noch Pluspunkte zu sammeln. Schließlich hat er sich durch seinen eigenen medialen Schlachtplan selbst zum Geächteten gemacht.

Die kalifornische Polizei ermittelt derzeit wegen Vorwürfen von häuslicher Gewalt. Angeblich hatte Gibson seiner ehemaligen Geliebten die Zähne ausgeschlagen und soll auch gegenüber der gemeinsamen Tochter Lucia (acht Monate) aggressiv reagiert haben. Zudem wurden mittlerweile neun Mitschnitte von Telefonaten zwischen den einst Verliebten veröffentlicht, in denen Gibson Grigorieva beschimpft, bedroht und sie mit abfälligen, rassistischen Kommentaren beleidigt. Aber auch Oksana hat keine reine Weste, sie steht bei den Beamten wegen versuchter Erpressung im Fokus.

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