"Tatort"-Kommissarin Simone Thomalla (45) hat wohl ihre Fernsehrolle etwas zu ernst genommen und drückte auch privat aufs Gas. Im Januar vergangenen Jahres raste die Schauspielerin mit 146 statt erlaubter 100 Stundenkilometer über die A2 und wurde dann am Bielefelder Berg geblitzt. Für das schöne Foto der Radarkontrolle muss die Brünette nun nicht nur blechen, sie darf sich auch einen Monat lang nicht mehr hinter das Steuer setzen. Das Urteil: Fahrverbot.

Das Amtsgericht Bielefeld hatte eigentlich Verständnis für das Vergehen von Thomalla gezeigt und ihr statt einer einmonatigen Führerscheinabgabe eine Erhöhung des Bußgeldes von 100 auf 400 Euro angeboten. Begründung: Die Frau müsse immerhin „erhebliche Strecken“ zu Drehorten zurücklegen, da genüge die Erhöhung des Bußgeldes. Das vorgesehene Fahrverbot sei nicht vonnöten.

Der Staatsanwalt sah die ganze Angelegenheit allerdings ein bisschen anders und legte Beschwerde beim Oberlandesgericht Hamm ein. Der Richter dort wiederum hatte nun gar kein Mitleid, hob die Entscheidung des Amtsgerichtes auf und verdonnerte die Ex von Rudi Assauer (66) tatsächlich zu einer vier Wochen langen Fahrsperre. Die Schauspielerin habe ein überdurchschnittliches Einkommen und könne ihre Fahrten auch anders organisieren. Die Anstellung eines Fahrers etwa sei „ohne weiteres zumutbar“. Eine solche „finanzielle Belastung müsse jeder Verkehrsteilnehmer hinnehmen“.

Tja, vor Gericht zählt eben auch kein Promi-Bonus. Aber die schöne Thomalla hat ja ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Tochter Sophia (20), die ihrer Mama wohl hin und wieder mal den Gefallen erweisen kann, sie ein bisschen durch die Gegen zu kutschieren.

Übrigens ist die Schauspielerin nicht die erste, die an der Stelle auf der A2 geblitzt wurde. Auch Sänger Peter Maffay (60) und Bildhauer Markus Lüpertz (69) wurden dort schon erwischt. An der Stelle gilt Tempo 100, was man eben schnell mal übersehen kann. Seit der Inbetriebnahme im Dezember 2008 sind schon 260 000 Menschen in die Radarfalle am Bielefelder Berg getappt.

nsch