Brandgefährlich

Risk Map: In diesen Ländern sollten Sie keinen Urlaub machen

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Was gilt bei unbezahltem Urlaub?

Was gilt bei unbezahltem Urlaub?

Eine lange, mehrmonatige Reise in ein fernes Land machen, ein Sabbatjahr nehmen. Viele träumen von einer längeren Freistellung von der Arbeit, wollen ihre Anstellung aber nicht verlieren. Was ist dann möglich?

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Urlaub in Afghanistan? Keine gute Idee. Die Risk Map listet die gefährlichsten Länder auf. Hierhin sollten Sie keinesfalls reisen.

Berlin. Die Urlaubszeit ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Gerade die Deutschen gelten als besonders reisefreudig und schwärmen gerne in entlegenere Regionen auf dem Globus aus. Doch dabei ist Vorsicht geboten, wie ein Blick auf die interaktive "Risk Map" zeigt, die jedes Jahr von dem Unternehmen SOS International herausgegeben wird.

Das Unternehmen analysiert für jedes Land der Erde Daten des aktuellen Jahres sowie politische Prognosen und zieht daraus Schlüsse. Die wichtigsten Parameter sind sie aktuelle politische Lage, die Gefahr von Unruhen, Terroranschlägen, Überfällen und Betrugsversuchen. Adressaten sind in erster Linie Geschäftsreisende, doch auch Urlauber können sich an der "Risk Map" gut orientieren, wenn es um die Planung der nächsten Reise geht.

SOS International hat seine Karte in fünf Risikostufen unterteilt, die sich farblich unterscheiden.

  • unerheblich (grün)
  • gering (gelb)
  • mittel (orange)
  • hoch (hellrot)
  • extrem (dunkelrot)

Innerhalb eines Landes kann sich die Sicherheitslage auch unterscheiden. So weisen einige Regionen Mexikos ein hohes Sicherheitsrisiko auf, während andere orange eingefärbt und damit laut SOS International nur "mittelgefährlich" sind.

In diese Länder sollten Sie keinesfalls reisen

Folgende Länder oder Regionen wurden in der Analyse für 2023 als sehr gefährlich eingestuft. Von Urlaubsreisen wird daher dringend abgeraten. In manchen Fällen sind sie auch gar nicht möglich.

  • Afghanistan
  • Gazastreifen
  • Irak (einige Regionen)
  • Demokratische Republik Kongo (einige Regionen)
  • Libyen
  • Mali
  • Mosambik (einige Regionen)
  • Nigeria (einige Regionen)
  • Pakistan (einige Regionen)
  • Somalia
  • Südsudan
  • Syrien
  • Ukraine
  • Zentralafrikanische Republik

Viele andere Länder sind hellrot gekennzeichnet und gelten damit als "unsicher". Darunter befinden sich auch einige Regionen im Osten der Türkei, insbesondere in den hauptsächlich von Kurden bewohnten Gebieten, wo es immer wieder zu Zusammenstößen mit türkischen Sicherheitskräften kommt. Auch einige Bundesstaaten im Osten Indiens sowie das südliche Nepal gelten als nicht sicher. In Südamerika werden Venezuela sowie einige Regionen Kolumbien, Ecuadors und Perus als unsicher eingestuft. In Mittelamerika ganz Honduras, El Salvador sowie der südliche Teil Panamas.

Diese Länder sind speziell für Frauen gefährlich

Die Thomas Reuters Foundation hat derweil eine eigene Liste mit den gefährlichsten Ländern speziell für Frauen zusammengestellt. Sexuelle Diskriminierung sowie das Risiko für sexuelle Gewalt sind demnach in Indien, Saudi-Arabien, Jemen und Pakistan besonders hoch. Überraschenderweise nehmen die Vereinigten Staaten auf der Liste ebenfalls einen unrühmlichen zehnten Platz ein.

Als relativ sicher gilt laut SOS International Europa. Allerdings besteht in traditionellen Urlaubsländern wie Spanien, Frankreich, Italien und Portugal immer noch ein "geringes Sicherheitsrisiko". Auch Deutschland wurde gelb eingefärbt. Als "grün" und damit sicher gelten immerhin acht europäische Länder: Andorra, die Schweiz, Slowenien, Luxemburg, Dänemark, Finnland, Norwegen und Island. (tok)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.