Energiekrise

Warme Wohnung ohne heizen: Diese Möglichkeiten gibt es

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Athena Riegel
So sparen Sie Heizkosten // IMTEST

So sparen Sie Heizkosten // IMTEST

Die Energiekosten steigen, aber mit einigen einfachen Tricks kann man Ausgaben für Benzin, Strom und Wasser senken.

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Um die Heizkosten im Winter niedrig zu halten, können diese Tricks helfen, damit die Wohnung oder das Haus dennoch warm bleiben.

Berlin. Die steigenden Heizkosten bereiten vielen Deutschen Sorgen. Um Geld zu sparen sollte nicht nur aufs richtige Heizen geachtet werden, es gibt auch noch zusätzliche Tricks, um die Wohnung warm zu halten.

Um möglichst kostengünstig durch den Winter zu kommen können auch alternative Heizmethoden zu niedrigen Heizkosten verhelfen. Diese Möglichkeiten gibt es um diesen Winter kostengünstig das Frieren zu verhindern.

Heizen ohne Heizung: Bessere Isolierung an Fenstern und Türen

Der einfachste Weg, um das eigene Zuhause möglichst warm zu halten, ohne die Heizung zu benutzen, ist die Isolierung an Fenstern und Türen. Wenn diese nicht gut abgedichtet sind, fließt durchgehend kalte Luft von außen in die Wohnung oder das Haus.

Um das zu vermeiden, kann man Gummibänder aus dem Baumarkt am Fenster installieren und diese so besser abdichten. Alternativ kann ein Handtuch oder ein T-Shirt benutzt werden. So können gleichzeitig auch alte Textilien recycelt und nachhaltig weiterverwendet werden.

Eine weitere Möglichkeit zur Abdichtung ist ein Teppich. Durch das dicke Material wird die Kälte vom Boden fern gehalten und verhindert kalte Füße. Zusätzlich kann die Farbe des Teppichs entscheidend sein. Dunkle Teppiche können den Raum bei Sonnenbestrahlung aufwärmen.

Bei undichten Fenstern können dicke Vorhänge nützlich sein. Sie isolieren die Wohnung und verhindern, dass die kalte Luft von außen ins Heim eindringen kann. Auch Türen zwischen den Räumen geschlossen zu halten kann dabei helfen die aufgewärmte Luft in einem Raum zu behalten.

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Heizen ohne Heizung: Backofenluft

Nach dem Backen von Kuchen oder Brot kann die warme Luft aus dem Ofen zum Heizen des Raumes verwendet werden. Dabei den Ofen nach Gebrauch einfach geöffnet lassen, damit die Luft entkommen kann.

Wichtig ist aber, dass der Ofen nicht unnötig eingeschaltet bleibt und als Heizungsersatz dient. Backöfen benötigen sehr viel Strom und produzieren zudem hohe Mengen an CO2. Um auf die Umwelt zu achten sollte der Ofen also besser nur zum Backen verwendet werden.

Heizen ohne Heizung: Kerzen

Kerzen machen einen Raum nicht nur gemütlich, sie können auch Wärme spenden. Vor allem in kleinen Räumen können sie einen großen Teil des Heizens übernehmen. Kerzen wärmen mit ihrer Flamme die Umgebungsluft.

Die Luft steigt dann an die Decke und kann kleine Räume oder Flure bis zu zwei Grad Celsius aufwärmen. Allerdings ist der Gebrauch von Kerzen keine Dauerlösung. Wer Kerzen benutzt sollte sie unbedingt nicht aus dem Auge lassen, damit keine Unfälle passieren.

Heizen ohne Heizung: Warme Kleidung

Ein klassischer Trick, um in kalten Räumen nicht zu frieren ist es, wärmere Kleidung anzuziehen. Durch Strickjacke, Pullover und dicke Socken, kann das Heizen im Herbst noch etwas herausgezögert werden.

Und auch im Winter hilft es Strumpfhosen und mehrere Kleidungsschichten anzuziehen, um so auch kältere Temperaturen in der Wohnung zu überstehen. Ein Trick, den schon die Großeltern gerne angewendet haben.

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Heizen ohne Heizung: Kachelofen oder Kamin

Kachelöfen und Kamine sind eine beliebte Alternative zur herkömmlichen Heizung. Sie sorgen nicht nur für eine gemütliche Atmosphäre, sondern sind auch klimaschonender. Da mit Holz geheizt wird, kann auf das teure und umweltschädigende Öl und Gas verzichtet werden.

Zusätzlich kann mit bestimmten wasserführenden Kaminöfen auch das Wasser erhitzt werden. Allerdings müssen die Öfen oder Kamine oft nachträglich eingebaut werden und sind daher mit viel Aufwand und Kosten verbunden.

Heizen ohne Heizung: Heizlüfter und Heizstrahler

Eine günstigere Alternative sind elektronische Heizlüfter oder Heizstrahler. Heizlüfter können schon ab 20 Euro gekauft werden. Die Lüfter heizen zudem schneller als Heizungen und können flexibel eingesetzt werden. Aber sie benötigen viel Strom und sind nicht nur umweltschädigend, sondern können auch die Stromrechnung in die Höhe steigen lassen.

Heizstrahler sollten auch nur kurzfristig und im Notfall eingesetzt werden. Die Strahler sind sehr kostspielig und können je nach Modell auch negative Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Prinzipiell ist es gut auf die empfohlene Raumtemperatur zu achten, um nicht unnötig Energie und Gas zu verschwenden. Das Umweltbundesamt empfiehlt eine Raumtemperatur von maximal 20 Grad im Wohnbereich, im Schlafzimmer 17 Grad und in der Küche 18 Grad.

Schon ein Grad weniger könnten Heizkosten und den Energieverbrauch senken. Dabei sei es wichtig, dass es nicht zu kalt wird, um Schimmelbildung zu vermeiden, so das Amt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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