Tierwelt

Diese Giftspinne wird immer häufiger in Deutschland gefunden

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Giftspinne Nosferatu taucht immer häufiger in Deutschland auf

Giftspinne Nosferatu taucht immer häufiger in Deutschland auf

Die giftige Spinne Nosferatu lebt eigentlich im Mittelmeerraum und in Nordafrika. Zuletzt ist sie auch in Deutschland gesichtet worden.

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Die Nosferatu-Spinne stammt aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika. Nun taucht die Giftspinne immer häufiger in Deutschland auf.

Düsseldorf. 
  • Der Klimawandel sorgt dafür, dass fremde Tier- und Insektenarten in Deutschland heimlich werden, die eigentlich aus anderen Regionen kommen
  • Nun wird die Giftspinne Nosferatu immer häufiger gesichtet
  • Wie gefährlich ist die Spinne mit dem sonderbaren Namen?

Giftiger Fund in Nordrhein-Westfalen: Normalerweise lebt die Nosferatu-Spinne vor allem im Mittelmeerraum und Nordafrika. Nun wurde die Giftspinne allerdings auch häufiger in Deutschland gesichtet.

Der aktuellste Fund wurde von einer Frau in ihrer Wohnung im Kreis Coesfeld in NRW entdeckt. Bisher war die Spinnenart hierzulande vor allem in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gesichtet worden, erklärt Biologe und Spinnenzüchter Stephan Loksa gegenüber "RP Online".

Dass sich die Spinne nun auch bundesweit ausbreitet, führt Loksa auf den Klimawandel zurück. "Es wird immer wärmer, in zehn bis 20 Jahren wird sie auch in Nordeuropa angekommen sein", so der Spinnenexperte des Aquazoos Löbbecke in Düsseldorf.

Nosferatu-Spinne: Wie gefährlich ist sie?

Die Nosferatu-Spinne, zoologisch korrekt Zoropsis spinimana, wird mehrere Zentimeter groß und ist giftig. Große Sorgen müsse man sich dennoch nicht machen: Das Gift habe keine gefährliche Wirkung."Das Gift ist vergleichbar mit dem einer Biene oder Wespe. Schmerzhaft, aber meist harmlos. Nur für Allergiker kann es zum Problem werden", so Loksa.

Ohnehin schaffen es Spinnen oftmals nicht, bei einem Biss die menschliche Haut zu durchdringen. "Spinnen können uns wegen ihrer Augen gar nicht richtig sehen. Wenn sie zur Verteidigung beißen, sondern sie so wenig Gift ab wie möglich, das ist nämlich für die Beute bestimmt", erklärt Loksa weiter. Zudem beißt die Nosferatu-Spinne, wie die meisten Spinnenarten auch, in der Regel nur, wenn sie sich angegriffen fühlt.

Ihren Namen hat die Nosferatu-Spinne tatsächlich wegen ihres Aussehens. Einige Menschen können offenbar das Gesicht des Vampirs aus dem Film Nosferatu aus dem Jahr 1922 mit den eingefallenen Schläfen und den tiefen Augenhöhlen auf dem Rücken der Spinne erahnen. Ebenfalls interessant: Immer mehr Kettennatter-Funde in Deutschland – Große Sorge (day)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.