Krankheit

Affenpocken: Sind sie gefährlich für den Menschen?

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Laura Helbig
Affenpocken in Deutschland angekommen: Das ist das seltene Virus

Affenpocken in Deutschland angekommen: Das ist das seltene Virus

Derzeit treten weltweit Fälle von Infizierten mit dem seltenen Affenpockenvirus auf. Jetzt ist das Virus auch in Deutschland aufgetaucht. Wie infektiös Affenpocken für Menschen sind, erklärt das Video.

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Die Affenpocken breiten sich aus, auch in Deutschland wurde ein Fall nachgewiesen. Doch wie gefährlich sind Affenpocken für Menschen?

Berlin. Die Affenpocken breiten sich in immer Ländern der Welt aus. Auch in Deutschland ist nun der erste Fall nachgewiesen worden. Gerade angesichts der noch nicht überstandenen Corona-Pandemie steht die Frage im Raum: Sind Affenpocken gefährlich für den Menschen?

Die gute Nachricht zuerst: Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Affenpocken ist im Vergleich zum Coronavirus eher gering. Die Übertragung erfolgt primär vom Tier zum Menschen, doch auch die Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich. Ein Risiko besteht aber nur bei engem Körperkontakt mit Körperflüssigkeiten einer infizierten Person – etwa durch offene Wunden oder beim Sex.

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Einmal mit dem Affenpocken-Virus infiziert, treten die Symptome nach etwa sechs bis 13 Tagen Inkubationszeit auf. Die Stärke der Symptome ist – ähnlich wie beim Coronavirus – allerdings abhängig von der jeweiligen Virusvariante. Gleiches gilt auch für die potenzielle Gefährlichkeit des Virus.

Affenpocken: So hoch ist die Sterblichkeit

Bei der sich aktuell ausbreitenden Variante handelt es sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) um die westafrikanische Variante, die eher mild verläuft und meist ohne Behandlung ausheilt. Generell verläuft die Krankheit meistens mild, allerdings gibt es auch Risikogruppen für schwerere Verläufe. Besonders bei Kindern und immungeschwächten Personen kann die Krankheit tödlich verlaufen.

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Laut einer Publikation des Robert Koch-Instituts (RKI) von 2019 liegt die Sterblichkeit von infizierten Kindern bei 10 Prozent. Allerdings sind die Daten zu Sterblichkeit und Schwere nicht vollkommen verlässlich, da sie in Ländern, die Endemiegebiete sind, nicht systematisch erfasst werden. Die zentralafrikanische Variante ist laut WHO offenbar gefährlich und weist eine generelle Sterblichkeitsrate von 10 Prozent auf. Bei der westafrikanischen Variante ist es laut WHO ein Prozent.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.