Pandemie

Omikron: Neue Corona-Prognose aus Schweden bereitet Sorgen

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André Anwar
Neuer Omikron-Subtyp in Deutschland entdeckt

Neuer Omikron-Subtyp in Deutschland entdeckt

In seinem Wochenbericht vom 21. April 2022 berichtet das RKI von einem neuen Omikron-Subtyp. BA.5 wurde nun in Deutschland bundesweit nachgewiesen.

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In Schweden könnten schon bald wieder mehr Corona-Patienten in die Krankenhäuser eingewiesen werden. Womit Fachleute jetzt rechnen.

Berlin/Stockholm. 
  • Schweden musste für seinen Corona-Sonderweg lange Kritik einstecken
  • Durch Omikron haben auch viele andere europäische Länder viele Corona-Maßnahmen hinter sich gelassen
  • Eine neue Prognose aus Schweden bereitet Experten allerdings Sorgen

Schweden liegt inzwischen gleichauf mit den meisten anderen EU-Ländern. Vom Corona-Sonderweg ist deshalb kaum noch zu sprechen. Dementsprechend relevant könnte die Prognose des Volksgesundheitsamtes für Mai sein. Nach neuen Schätzungen der Gesundheitsbehörde könnten sich die Krankenhauseinweisungen von Patientinnen und Patientin mit Covid-19 bis Mitte Mai verdoppeln.

Derzeit werden in Schweden jeden Tag 25 bis 30 Menschen mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert. In einem neuen Szenario, das vom 20. April bis zum 20. Juli läuft, schätzt die Agentur für öffentliche Gesundheit (FHM) jedoch, dass es Mitte Mai zu einer Spitze kommen wird, wenn etwa 60 Personen pro Tag in die Krankenhäuser eingeliefert werden müssen.

Schweden: Omikron BA.2 breitet sich weiter aus

Der Grund dafür sei, dass sich die jetzt vorherrschende Variante, Omikron BA.2, weiter ausbreitet und Infektionen verursacht, so die Agentur.

Danach wird erwartet, dass die Infektionskurve und die Zahl der Krankenhauseinweisungen wieder abnehmen und im Sommer auf ein niedriges Niveau sinken wird, was unter anderem auf die vermehrten Aktivitäten im Freien zurückzuführen ist.

Die Analysten der Agentur weisen jedoch darauf hin, dass die Modelle unsicher seien und zukünftige Trends nur schwer vorhergesagt werden können. Das liege zum einen daran, dass es keine flächendeckenden Tests gibt, und zum anderen daran, dass das Ausmaß der Infektionen nicht wirklich bekannt ist aufgrund der Dunkelziffer.

Omikron: Wie lange hält der Schutz vor einer Reinfektion?

Im derzeitigen Szenario geht die Agentur davon aus, dass eine abgeschlossene Infektion zwölf Monate lang vor einer neuen Infektion durch dieselbe Virusvariante schützt, aber nur drei Monate lang vor einer neuen Infektion durch eine neue Virusvariante. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Schutzwirkung von Impfstoffen gegen schwere Erkrankungen und Todesfälle länger anhält, so die FHM.

Omikron BA.1 und BA.2 werden im Zusammenhang mit der Infektion als zwei verschiedene Varianten betrachtet.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.