Pandemie

Corona: Bemerkenswerter Fall in Berlin – Neues Symptom?

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Cannabis gegen Corona: Neue Studie gibt erste Hinweise

Cannabis gegen Corona: Neue Studie gibt erste Hinweise

Hilft Cannabis gegen das Coronavirus? Ein Forschungsteam aus den USA hat eine Studie herausgebracht, die Hoffnung macht.

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Ein Corona-Fall in Berlin lässt Ärzte aufhorchen. Ein Patient zeigt ein besonderes Symptom, das auch nach der Genesung auftreten kann.

Berlin. 
  • Für Corona typisch sind Symptome wie Husten, Fieber sowie der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Doch auch untypische Anzeichen können auf eine Infektion hindeuten
  • Doch in Berlin haben Ärzte bei einem Patienten nun ein besonders ungewöhnliches Symptom beobachtet

Ein 35-Jähriger kommt in Berlin nach mehreren Ohnmachtsanfällen in die Notaufnahme. Bei der Untersuchung stellen seine Ärzte fest, dass der Mann positiv auf Corona getestet ist. Sonst fehlt ihm nichts. Die Medizinerinnen gehen nun von einem Zusammenhang zwischen den Ohnmachtsanfällen und dem Virus aus, berichtet das Fachblatt "Ärzte-Zeitung".

Der Zusammenhang stelle sich wegen der "reproduzierbaren Umstände, unter denen sich die Synkope (Kreislaufstörung, die zu Ohnmacht führt, d. Red.) manifestiert, der eindeutigen chronologischen Korrelation der Symptome mit der Sars-CoV-2-Infektion und dem Nichtvorhandensein von Eigenschaften, die auf eine strukturelle Herzerkrankung hindeuten", heißt es in dem Bericht. Lesen Sie auch: Rätsel gelöst – Warum Rauchen vor Corona schützen kann

Ohnmacht vor allem in der Frühphase einer Infektion

Die Berliner Ärzte sind nicht die ersten, die diesen Zusammenhang beobachtet haben. Eine Studie aus den USA vom Dezember 2021 hat untersucht, wie oft und wann die Ohnmachtsanfälle im Zusammenhang mit Corona auftreten. Mehr als 14.000 Patienten-Daten werteten die Forschenden dafür aus. Auch interessant: Neue Studie: Hilft Cannabis gegen das Coronavirus?

Ihr Ergebnis: Rund jeder 25. Patient entwickle in der Frühphase einer Infektion mit Sars-CoV-2 Synkopen – oder das Gefühl einer herannahenden Bewusstlosigkeit (Präsynkope) – als ein erstes Covid-19-Symptom. Betroffen waren vor allem Menschen jenseits der 60. Das könnte Sie interessieren: Corona-Variante Omikron: Das sind mögliche Symptome

Zwar halten die Autoren und Autorinnen der Arbeit Ohnmacht nicht für ein typisches Symptom von Corona. Ohnmachtsanfälle sollten jedoch als Frühwarnzeichen für eine Infektion ernstgenommen werden. Warum eine Infektion zu Synkopen führen kann, ist bislang unklar. Hoher Blutdruck und die dazugehörende Medikation könnten eine Rolle spielen, genauso wie Diabetes-Erkrankungen, Adipositas oder Herzkrankheiten.

Zudem könnten Synkopen auch zu den Begleiterscheinungen von Long Covid gehören. Mehrere Studien berichteten davon, dass Genesene rund drei bis vier Wochen nach der Diagnose weiterhin mit Ohnmachtsanfällen zu kämpfen hätten, heißt es in der US-Studie. (pcl)