Brände

Defektes Fahrzeug soll Feuer in Kalifornien entfacht haben

In Kalifornien wüten Brände nahe Los Angeles. Die Ursache soll ein defektes Fahrzeug sein. Das „Apple Fire“ bedroht Tausende Häuser.

Feuer in Kalifornien: Das „Apple Fire“ nahe Los Angeles bedroht Tausende Häuser.

Feuer in Kalifornien: Das „Apple Fire“ nahe Los Angeles bedroht Tausende Häuser.

Foto: Josh Edelson / AFP

Los Angeles. 
  • Im US-Bundesstaat Kalifornien brennt es auf einer Fläche von mehr als 107 Quadratkilometern
  • Die Behörden gehen davon aus, dass das „Apple Fire“ durch brennende Auspuff-Emissionen entfacht wurde
  • 8000 Menschen mussten ihre Häuser evakuieren, mehr als 2000 Feuerwehrleute sind im Einsatz

Der US-Bundesstaat Kalifornien wird jedes Jahr von Waldbränden geplagt. Nun brach der erste große Brand des Jahres östlich von Los Angeles aus. Mehr als 2000 Feuerwehrleute seien am Kampf gegen die Flammen im Cherry Valley beteiligt, teilten die Behörden am Sonntag (Ortszeit) mit.

Nach Angaben der Behörden am Montagabend (Ortszeit) soll das Feuer im Bezirk Riverside County durch brennende Auspuff-Emissionen eines defekten Fahrzeugs ausgelöst worden sein. Seit Ausbruch des Feuers am Freitag hatten sich die Flammen in kurzer Zeit auf eine Fläche von gut 107 Quadratkilometern ausgedehnt. Die Wetterbehörde veröffentlichte am Montag Satellitenfotos von Rauchschwaden, die bis in die Nachbarstaaten Nevada und Arizona zogen.

Das sogenannte „Apple fire“ war am Freitag, 31. Juli, in der Nähe von San Bernadino ausgebrochen. Mindestens 2600 Häuser wurden den Angaben zufolge bereits evakuiert, 8000 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Bis zum Montagabend (Ortszeit) habe das Feuer nur zu fünf Prozent unter Kontrolle gebracht werden können. Hitze und starker Wind erschwerten die Löscharbeiten.

Feuer in Kalifornien: Brand ist zurzeit unberechenbar

Über dem Gebiet war eine dichte Rauchwolke zu sehen. Diese generiere selbst starke Winde und verbreite die Funken in alle Richtungen. Dies mache das Feuer unberechenbar, sagte eine Sprecherin des San-Bernardino-Nationalforsts im Süden Kaliforniens der „Los Angeles Times“. „Unsere Sorge ist, dass die Feuerwehrleute nicht kontrollieren können, was diese Rauchwolke tut“, fügte sie hinzu.

Als Notunterkunft wurde unter anderem eine Schule eingerichtet. Helfer achteten angesichts der Corona-Pandemie darauf, dass Abstands- und Hygieneregeln eingehalten würden, hieß es. Nach Angaben der Brandschutzbehörde Cal Fire lodern derzeit rund 15 Feuer in Kalifornien.

Brände in dem Bundesstaat sind – vor allem im Herbst – nicht unüblich, weil die berüchtigten Santa-Ana-Winde dann besonders stark wehen. Am 8. November 2018 hatte das verheerende „Camp“-Feuer den Ort Paradise nördlich von San Francisco fast völlig zerstört. 85 Menschen starben, Zehntausende wurden obdachlos. Es war das Feuer mit den bisher meisten Opfern in der Geschichte des Bundesstaates.

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