Ehrentag

Greta Thunberg: Warum sich die Aktivistin jetzt Sharon nennt

Greta Thunberg ist bekannt als „die 16 Jahre alte Klimaaktivistin“. Das ändert sich nun: Die junge Schwedin feiert ihren Geburtstag.

Greta Thunberg: So bitter ist ihr Geständnis
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Stockholm. 
  • Greta Thunberg hat sich bei Twitter pünktlich zum 17. Geburtstag umbenannt
  • Laut dem Profilnamen nennt sich die Schwedin jetzt Sharon
  • Allerdings steckt dahinter keine Identitätskrise der Klimaaktivistin – sondern eine Panne, über die bereits Millionen lachen

Am Freitag feierte sie Geburtstag – und gab sich einen neuen Namen. Greta Thunberg, Vorreiterin der „Fridays for Future“-Bewegung hört nun bei Twitter auf den Namen Sharon. Zumindest, wenn man ihrem Profil glauben darf.

Denn dort, wo bisher Greta und der weiße Haken auf blauem Grund standen (zeigt bei Twitter, dass es kein Fake-Profil ist), steht nun eben „Sharon“. Das hat einen einfachen Grund, der viele Thunberg-Fans amüsiert.

In einer britischen TV-Show wurde nach der Schwedin gefragt. Der Moderator wollte in der Quiz-Show „Celebrity Mastermind“ von einer Schauspielerin, Amanda Henderson, wissen, wie denn wohl eine schwedische Klimaaktivistin heißen würde, die ein Buch namens „No One Is Too Small to Make a Difference“ veröffentlicht habe (Auf Deutsch: „Szenen aus dem Herzen – Unser Leben für das Klima“).

Offenbar hat Henderson eine schlimme Form des geistigen Aussetzers gehabt – nicht selten in Quiz-Shows. Oder doch die vergangenen Monate eher auf dem Mond als der von der Klimakatastrophe gebeutelten Erde verbracht. Ihre – zweifelnd-hilflose – Antwort? „Sharon“.

Das Video auf Twitter von der Panne ging schnell viral, erreichte offenbar auch die Klimaaktivistin selbst. Die sich daraufhin schlicht in Sharon umbenannte, zumindest eben beim Nachrichtendienst. Dass die Antwort nachträglich vom Moderator doch noch als richtig gewertet wird – unwahrscheinlich.

Auf ihrem eigenen Twitter-Kanal hat sich Henderson bisher nicht geäußert zum etwas unglücklichen Auftritt. Greta hat sich in ihrem neusten Beitrag erst einmal für die Glückwünsche bedankt – und nichts weiter zu ihrer neuen Identität gesagt.

Greta Thunberg wird 17: Als Klima-Aktivistin berühmt geworden

Berühmt ist sie geworden als „die 16 Jahre alte Klimaaktivistin“, nun stimmt das nicht mehr: Greta Thunberg feiert am Freitag ihren 17. Geburtstag. Und den verbringt die Schwedin nach den turbulenten und anstrengenden vergangenen Wochen vermutlich in ihrer Heimatstadt Stockholm.

Wie Thunberg ihren Ehrentag verbringen wird, war vorab allerdings nicht bekannt. Aus ihrem Umfeld hatte es keinerlei Hinweise gegeben. Da ihr Geburtstag aber auf einen Freitag fällt – einen Protesttag – liegt die Vermutung nahe, dass sie erneut für mehr Klimaschutz protestieren wird. Vielleicht vor dem Stockholmer Reichstag?

Im vergangenen Jahr war Greta Thunberg überaus umtriebig: zwei Atlantik-Überquerungen, Dutzende Klimaproteste sowie bemerkenswerte, vielbeachtete Reden auf Kundgebungen und Gipfeln in Europa und Amerika, Rege Aktivität auf Twitter, die Wahl zur „Person des Jahres 2019“.

Greta Thunberg: Klimaaktivistin steht seit mehr als einem Jahr in der Öffentlichkeit

Seit etwas mehr als einem Jahr steht sie unter Beobachtung der Öffentlichkeit. Kurz vor ihrem 16. Geburtstag erlangte sie durch eine viel geachtete Rede auf der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz internationale Bekanntheit. Darin forderte sie die Toppolitiker der Erde zum Handeln gegen die Klimakrise auf.

Fast zeitgleich fanden in Deutschland die ersten Proteste der Klimabewegung Fridays for Future nach Thunbergs Vorbild statt. Das war im Dezember 2018 kurz vor ihrem 16. Geburtstag.

Der Beginn von Thunbergs „Schulstreiks fürs Klima“ hatten vor nicht ganz anderthalb Jahren im August 2018 begonnen. Damals hatte sie sich alleine vor das Parlament gehockt, um Schwedens Politiker dazu aufzufordern, mehr für das Klima und die Einhaltung der Pariser Klimaziele zu tun.

Was das neue Jahr 2020, Gretas neues Lebensjahr, bringen wird, bleibt abzuwarten. Auf ihrem Twitter-Account beschrieb sich Thunberg am frühen Morgen noch selbst als „16 Jahre alte Klima- und Umweltaktivistin mit Asperger“. Klar ist aber: Ruhe geben wird Greta Thunberg nicht. Die Welt wird vermutlich noch viel von der „17 Jahre alten Klimaaktivistin“ hören.

Greta Thunberg und Klimaschutz – Mehr zum Thema:

Ende Dezember hatte Greta Thunbergs Vater in einem Interview tiefe Einblicke in das Seelenleben seiner Tochter gegeben. Svante Thunberg erzählte, wie der Klimastreik Greta aus der Depression holte. Zuvor war Greta Thunberg mit einem Katamaran über den Atlantik zur Klimakonferenz in Madrid gefahren.

Auf der Konferenz hatte Greta Thunberg den EU-Klimaplan kritisiert.Worum es in der Klimakonferenz in Madrid ging, lesen Sie hier. Der Klimagipfel war ohne durchschlagende Ergebnisse geblieben.

Auf dem Rückweg nach Schweden hatte es einen Twitter-Streit zwischen Greta und der Deutschen Bahn gegeben, in den sich sogar die Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk einschaltete. (jkali/dpa)

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