Todesfall

Drei Jahrzehnte „Tatort“: Schauspieler Michael Schreiner tot

Seit Ende der 80er war er immer wieder im Tatort zu sehen, auch aus „Dahoam is Dahoam“ war er bekannt. Michael Schreiner ist tot.

Michael Schreiner spielt 2004 Elling in „Elling“ am Theater am Kurfürstendamm Berlin.

Michael Schreiner spielt 2004 Elling in „Elling“ am Theater am Kurfürstendamm Berlin.

Foto: imago stock&people

Berlin. Er starb bereits am 8. September, inzwischen ist sein Tod öffentlich geworden: Der „Tatort“-Schauspieler Michael Schreiner ist tot. Er wurde 69 Jahre alt. Vielen war er auch als Knecht Xaver in der Serie „Dahoam is Dahoam“ des Bayerischen Rundfunks ein Begriff.

Die Familie Schreiner hatte eine Todesanzeige in der „Süddeutschen Zeitung“ geschaltet. Daraufhin meldete sich Daniela Boehm, Redakteurin des BR für „Dahoam is Dahoam“, auf der Website des Senders.

Michael Schreiner ist tot – im „Tatort“ war er Odenthals Assistent

„Die Nachricht vom Tod Michael Schreiners erfüllt uns alle mit tiefer Trauer“, schreibt sie. „In unserer Erinnerung bleibt er als wunderbarer Schauspieler lebendig“, der nicht nur die Figur des Xaver in „Dahoam is Dahoam“ überzeugend und in einer unvergleichlichen Art und Weise verkörpert habe.

„Als Kollege und Teammitglied war er viele Jahre Teil der DiD-Familie und hat einen festen Platz in unseren Herzen. In Gedanken sind wir bei seinen Angehörigen“, so Boehm weiter.

Schreiner hatte in mehreren „Tatort“-Folgen Rollen übernommen, aber auch in vielen anderen populären Krimi-Reihen und Serien mitgewirkt. Obwohl er selten die großen Rollen spielte, war er vielen Zuschauern doch vertraut.

Eine Karriere vom „Schulmädchenreport“ bis zum „Forsthaus“

Seinen ersten Auftritt in der Kult-Reihe hatte er bereits im Jahr 1987, 1989 spielte er in der Folge „Die Neue“ – dem ersten Fall von Lena Odenthal, die bis heute von Ulrike Folkerts verkörpert wird. Seinen letzten Auftritt hatte Schreiner 2013 in der Folge „Aus der Tiefe der Zeit“.

In den 70er-Jahren spielte er auch im „Schulmädchenreport“ mit. Weitere Rollen bekam er unter anderem beim „Bullen von Tölz“, den „Rosenheim-Cops“ und im „Forsthaus Falkenau“.

Zu der Todesursache hat sich die Familie nicht geäußert. Sie bittet um Privatsphäre. Der Bayer unterstützte die Deutsche Kinderkrebsnachsorge.

Erst vor wenigen Tagen starb auch Brian Turk – bekannt aus „Buffy“ und Beverly Hills“. Große Trauer gab es auch um den „Löwenzahn“-Star Helmut Krauss – das ZDF nahm Abschied. Ende Juli starb Manfred Uhlig, der „Ein Kessel Buntes“-Moderator. (ses)