Dresden

Pegida-Anhänger attackieren Schüler

Anhänger von Pegida haben mehrere Schüler nach der Demo in Dresden angepöbelt. Pegida bestreitet den Vorfall.

Pegida-Kundgebung in Dresden

Pegida-Kundgebung in Dresden

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

„Pegida“-Anhänger haben Medienberichten zufolge nach ihrer Demonstration am Montagabend in Dresden mehrere Schüler verbal attackiert. Die Jugendlichen sind Teilnehmer des Festivals „Schultheater der Länder“, das noch bis Samstag in der Elbestadt veranstaltet wird. Wie die in Dresden erscheinende „Sächsische Zeitung“ (Mittwochsausgabe) berichtet, sollen die Schüler mit Parolen wie „Euch kriegen wir auch noch“ oder „Geht erst mal arbeiten“ angepöbelt worden sein.

Das Blatt beruft sich auf Augenzeugen. Die jungen Pöbler seien immer mehr geworden und ganz nah an die Festivalteilnehmer herangegangen, auch hätten sie vor den vermeintlichen Gegnern ausgespuckt. Es sollen auch Kinder geschubst worden sein.

Der Vorfall ereignete sich, als die Teilnehmer aus 5. Klassen bis zur Oberstufe das Dresdner Schauspielhaus nach der letzten Aufführung des Festivaltages verließen. Die pöbelnden „Pegida“-Anhänger hätten die Schüler offenbar für Gegendemonstranten gehalten, heißt es in dem Bericht. Sie trugen Augenzeugen zufolge Jacken der bei Rechtsextremen beliebten Marke Thor-Steinar.

Das sächsische Kultusministerium äußerte sich entsetzt und entschuldigte sich. In einen Brief an die Teilnehmer aus ganz Deutschland heißt es: „Wir verurteilen die Angriffe auf Euch zutiefst. Es ist beschämend und spricht Bände für emotionale Armut und Kleingeistigkeit dieser Menschen, die Euch bedroht haben.“ Mit den Angriffen habe „Pegida“ die Dresdner Gastfreundschaft „mit Füßen getreten“, heißt es weiter.

„Pegida“-Anführer Lutz Bachmann sagte der Zeitung auf Anfrage: „Es ist nie zu diesem Vorfall gekommen.“ Schließlich stehe nichts darüber im Polizeibericht. Zugleich behauptete er, die Schüler hätten provoziert. Die Polizei bestätigte dem Blatt zufolge den Vorfall nicht und sprach nur davon, dass sich beide Gruppen begegnet seien.