Blow-ups

Hitze lässt Autobahnen aufplatzen - Erste Tempolimits

Erste Autobahnen sind bereits aufgeplatzt. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) lässt nun alle verstärkt überwachen.

Hitzeschaden: Auf der A5 bei Heidelberg ist die Betondecke am Ende einer Baustelle aufgebrochen

Hitzeschaden: Auf der A5 bei Heidelberg ist die Betondecke am Ende einer Baustelle aufgebrochen

Foto: Rene Priebe / dpa

Angesichts der hohen Temperaturen fürchtet der ADAC Straßenschäden in Berlin und Brandenburg. „Eine länger anhaltende Hitzeperiode kann zu gefährlichen Fahrbahnschäden auf den Straßen führen“, teilte der Automobilclub am Freitag mit.

Auf einigen Autobahnen Deutschlands hat die Hitze bereits für Schäden gesorgt. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU)lässt deshalb verstärkt Autobahnen überwachen. Er habe einen Aktionsplan gegen Hitzeschäden auf den Autobahnen aufgelegt, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Spezielle Messfahrzeuge würden untersuchen, wo die Gefahr für Blow-ups - aufgeplatzte Straßenabschnitte - am höchsten sei.

„Alle Schäden werden umgehend repariert“, sagte Dobrindt. An besonders gefährdeten Abschnitten wie der A3 bei Regensburg oder Teile der A92 und A93 seien bereits Tempolimits verhängt worden. Auch die A5 bei Heidleberg war betroffen. Dort bildete sich bereits am Donnerstag ein kilometerlanger Stau, nachdem sich der Beton eines Fahrstreifens um etwa 30 Zentimeter gehoben hatte.

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Laut ADAC besteht die Gefahr der sogenannten Blow-ups vor allem bei älteren Autobahnabschnitte in Betonbauweise. Im Sommer 2013 habe es eine Häufung vor allem auf bayerischen Autobahnen gegeben. Einzelne Hitzeschäden seien aber auch in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz aufgetreten.

Eine der Ursachen für die Schäden kann nach Angaben des ADAC in der zu geringen Einbaudicke des Betons liegen. Aber auch Bereiche, die Reparaturstellen aus Asphalt an benachbarten Betonplatten aufweisen, stuft der ADAC als besonders gefährdet ein.

Der ADAC rät Motorradfahrern die betroffenen Straßen zu meiden. Autofahrer sollten unbedingt auf verhängte Tempolimits achten und zur eigenen Sicherheit den Abstand zum Auro davor vergrößern. „Wer als Auto- oder Motorradfahrer eine solche Anhebung der Fahrbahn zu spät bemerkt und mit hoher Geschwindigkeit darüber hinwegfährt, kann durch den Sprungschanzen-Effekt schlimmstenfalls die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren.“

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