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Deutscher Wetterdienst wartet auf den Hitzerekord

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Die Sahara-Hitze treibt die Temperaturen in Deutschland dicht an die 40-Grad-Marke. Mit dem Allzeithitzerehoch könnte es aber knapp werden.

Hoch „Annelie“ nimmt mit heißer Luft aus der Sahara Anlauf für den deutschen Hitzerekord: Am Sonnabend könnte laut Deutschem Wetterdienst (DWD) die Höchstmarke von 40,2 Grad fallen. „Aber es wird knapp“, sagte ein DWD-Meteorologe. Die Innenstädte am Oberrhein von Freiburg und Karlsruhe seien die üblichen Kandidaten für den Deutschlandrekord.

Aber auch in Berlin und Brandenburg klettern die Temperaturen kräftig - an diesem Freitag bereits bis auf 35 Grad. Nach Angaben der DWD-Meteorologen in Potsdam könnte es aber am Nachmittag und Abend in Nordbrandenburg, in der Prignitz, zu Gewittern mit starkem Regen, Sturmböen und Hagel kommen.

38,6 Grad bisheriger Berlin-Rekord

In der Nacht zum Sonnabend beruhige sich die Lage. Es werden am Tag Temperaturen von bis zu 38 Grad in der Region erwartet. Der bisherige Hitzerekord für Berlin liegt bei 38,6 Grad - gemessen im Juli 2007 am südöstlichen Stadtrand in Müggelheim. In Brandenburg wurde der bisherige Höchstwert mit 39,2 Grad im August 1992 in Lübben registriert.

Bei der aktuellen Hitzewelle war Nordrhein-Westfalen bisher die heißeste Ecke Deutschlands. In Duisburg und Geilenkirchen seien am Donnerstag 38,7 Grad gemessen worden, in Kleve 38,6 Grad. „Das waren fast tropische Verhältnisse, die wir dort hatten“, sagte der DWD-Experte.

Kein Ende der Hitzewelle in Sicht

Die feucht-heiße Luft entlud sich in der Nacht zum Freitag im Ruhrgebiet bereits in einzelnen aber heftigen Gewittern. Dies lässt dort nun kurzzeitig kühlere Luft einfließen. Die Unwetterfront erreichte auch Teile von Rheinland-Pfalz und Niedersachsen - auch im Emsland wurden vereinzelt Blitzeinschläge gemeldet.Die etwas kühleren Luftmassen nach den Gewittern dürften im Rest Deutschlands nicht zu spüren sein. „Im Süden wird man davon kaum etwas merken - und auch im Osten zieht es an“, sagte ein Meteorologe am frühen Freitagmorgen.

Der DWD erwarten nach seinen aktuellen Modellrechnungen einen leichten Rückgang der Temperaturen am Sonntag. Doch ein Ende der Hitzewelle ist noch nicht wirklich in Sicht. Die überdurchschnittlich hohen Temperaturen könnten sich noch mindestens eine Woche halten.

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( ap/dpa )

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