DSDS-Finale

Beatrice Egli wird mit Schlagermusik neuer „Superstar“

Die 24 Jahre alte Schweizerin hat sich im Finale von „Deutschland sucht den Superstar“ gegen ihre Konkurrentin Lisa Wohlgemuth durchgesetzt. Egli bekam rund 70 Prozent der TV-Zuschauer-Stimmen.

Die Schweizerin Beatrice Egli hat am Samstagabend die Jubiläumsstaffel der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen.

Die 24-Jährige, die fast nur deutsche Schlager sang, setzte sich gegen die 21 Jahre alte Lisa Wohlgemuth, Friseur-Azubi aus dem Erzgebirge, durch. Für Egli entschieden sich mehr als 70 Prozent der TV-Zuschauer, die ihre Stimme abgegeben hatten. Auch von der Jury wurde sie favorisiert.

Der Kölner Privatsender hatte im Finale Schlager gegen Pop in den Ring geschickt, in Gestalt von Beatrice Egli und Lisa Wohlgemuth.

Erstmals seit 2004 hatten es damit wieder zwei Frauen bis in die Endrunde geschafft. Als letzter Mann war Ricardo Bielecki (20) aus Bochum am vergangenen Wochenende ausgeschieden. Er hatte lange Zeit als Favorit gegolten.

Dieter Bohlen schrieb die Final-Songs

Für die beiden Finalistinnen hatte Dieter Bohlen die Lieder geschrieben. Wohlgemuth trug eine Ballade namens „Heartbreaker“ vor, Schlager-Prinzessin Egli den deutschsprachigen Titel „Mein Herz“.

Die Debatte um deutsches Liedgut haben die „DSDS“-Macher in den vergangenen Wochen nach Kräften befeuert: Andrea Berg (47), deren letztes Album „Schwerelos“ Bohlen produziert hat, durfte als Gastjurorin Lob und Kritik verteilen. Heino (74) war da und forderte Bohlen auf, ihm einen Hit zu schreiben. Und Beatrice Egli traf ihr Idol Helene Fischer (28).

Mehr Schlager geht kaum. Selbstverständlich fühlten einige der jungen Sänger sich plötzlich geradezu erleuchtet („weil man die Texte viel besser versteht“). Selbstverständlich sagte Eglis Kontrahentin Wohlgemuth dazu Dinge wie: „Es ist überhaupt nicht meine Musikrichtung. Null, nada, niente.“

Gegen die Casting-Quotenkrise hat es freilich nur bedingt geholfen. „Popstars“ und „X Factor“ hat es schon erwischt, zuletzt machten Gerüchte die Runde, auch „DSDS“ könne vor dem Aus stehen.

Die Zuschauerzahl lag beim Halbfinale unter vier Millionen, in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen wurde ein Marktanteil von 18,2 Prozent erreicht. Von einem Ende der Show will man bei RTL zwar nichts hören, aber Unterhaltungschef Tom Sänger möchte immerhin „am großen Rad“ drehen und wirklich etwas ändern. Details gab es bislang keine dazu.

Für diese zehnte „DSDS“-Staffel hatten sich 32.078 junge Menschen beworben, rund 3300 weniger als im Jahr zuvor. Längst läuft die Bewerbungsrunde für die elfte Staffel.