Pollenflug

Frühlingswetter - Die besten Tipps gegen Heuschnupfen

Der Frühling ist in Sicht. Das Wetter in Berlin wird besser. Doch Frühlingszeit ist Heuschnupfenzeit. Jeder Fünfte leidet unter der lästigen Pollenallergie. Und Experten erwarten eine Pollenexplosion.

Foto: picture alliance / Bodo Marks / picture alliance / Bodo Marks/dpa

Es wird wärmer in Berlin und Brandenburg. Nach einem kalten Wochenende steht der Frühling vor der Tür. Von Mitte dieser Woche an sollen die Temperaturen auf bis zu 15 Grand klettern, sagte die Meteorologin Eva Wille vom Deutschen Wetterdienst in Potsdam am Freitag.

Frühlingszeit ist Heuschnupfenzeit

Doch mit dem Frühling beginnt auch die Heuschnupfenzeit – und immer mehr Deutsche haben damit zu kämpfen: In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich die Anzahl der Betroffenen verdoppelt.

Jeder Fünfte leidet in Deutschland mittlerweile unter einer Pollenallergie.

Pollenexplosion erwartet

Nach dem langen Winter steht Allergikern bei steigenden Temperaturen eine harte Zeit bevor.

„Sobald es wärmer wird, kann es bei den allergenen Frühblühern relativ schnell gehen. Es ist zu erwarten, dass es geradezu explodiert", prognostiziert Prof. Andreas Dietz, Direktor der HNO-Uniklinik Leipzig.

Städter leiden oft unter Heuschnupfen

Berlin könnte es dann besonders treffen: „Möglicherweise ist das auch ein Zivilisationsproblem, denn Städter sind zum Beispiel häufiger betroffen von Heuschnupfen als die Landbevölkerung. Und Kinder sind ja heute auch weniger Keimen ausgesetzt als früher, dadurch reagiert ihr Immunsystem möglicherweise empfindlicher auf Fremdstoffe“, erklärt Hans Haltmeier, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“.

Ein weiterer Faktor sei der Klimawandel, der „führt nämlich zu einem veränderten Pollenflug.“

Asthmatikern droht durch Pollenallergie Atemnot

Die Symptome sind bekannt: die Nase läuft und die Augen jucken. Gefährlich kann es werden, wenn Asthmatiker durch eine Pollenallergie in Atemnot geraten.

„Dann sollten Sie auf alle Fälle sofort zum Arzt gehen, auch wer starke Beschwerden allgemein hat, sollte sich ärztlichen Rat holen. Bei einer Untersuchung kann man dort meistens feststellen, worauf man allergisch reagiert“, verdeutlich Gesundheitsexperte Haltmeier.

Heuschnupfen-Medikamente helfen im Frühling

Allerdings hat die Medizin in den letzten Jahren Fortschritte gemacht, so dass sich Heuschnupfen besser behandeln lässt als früher.

„Das ist eigentlich eine gute Nachricht, denn es gibt einige Mittel, die bei Heuschnupfen ganz gut anschlagen. Das meiste sind Antihistaminika, die eingesetzt werden“, sagt Haltmeier.

Diese Mittel hätten früher oft müde gemacht. „Aber da gibt es neuere Präparate, die weit besser verträglich sind. Und es gibt mittlerweile auch sehr gute Immuntherapien, mit denen gute Erfolge erzielt werden.“

Allergiker sollten Pollen möglichst ausweichen

Wer weiß, was den Heuschnupfen auslöst, sollte zudem versuchen, den entsprechenden Pollen auszuweichen.

Allergikern sollten außerdem unbedingt die Pollenwarnungen beachten.


Wo Heuschnupfengeplagte Informationen finden

Allgemeine Informationen zu Allergien und Pollenallergien bieten die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst und der Deutsche Allergie- und Asthmabund.

Pollenflugvorhersagen zu den sieben Blütenpollen Hasel, Erle, Birke, Süßgräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia erstellt der Deutsche Wetterdienst in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Informationen zum Pollenflug weltweit gibt es unter polleninfo.org.

Informationen zur Allergieforschung in Deutschland erhalten Interessierte auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie.

Immer wieder suchen Universitäten Menschen mit Pollenallergien für die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien, etwa am Allergie-Centrum der Berliner Charité.

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