Heuschnupfen

Pollenflug Berlin - Aktueller Pollenflugkalender 2014

Der aktuelle Pollenflugkalender 2014: Alle Infos & Vorhersagen zum Pollenflug in Berlin für alle wichtigen Pollen, von Gräsern über Birke bis Ambrosia.

Foto: BMO/DPA/DWD/eigene Recherchen

Auch in diesem Jahr sind Berliner Pollenallergiker wieder starken Belastungen ausgesetzt. Gerade jetzt im Sommer sorgen steigende Temperaturen und immer längere Sonnenabschnitte für einen Anstieg der Gräserpollen-Konzentration.

Schauer und Gewitter hingegen sind für Allergiker eine gute Nachricht - durch die feuchte Luft wird der Pollenflug stark gemindert.

Pollenflugvorhersage für den Sommer 2014

Im Juni bleibt die Pollenbelastung mit Birkenpollen in Berlin den ganzen Monat hindurch auf geringem Niveau. Menschen mit einer Roggen- oder Gräserpollenallergie müssen sich bis zur Mitte des Monats auf eine sehr starke Belastung mit mehr als 50 Pollen pro Kubikmeter Luft einstellen.

Ab dem 15. Juni lässt der Pollenflug von Gräsern und Roggenpollen wieder etwas nach - die Belastung bleibt jedoch immer noch im Bereich „stark“.

Zudem beginnt ab Mitte Juni die Flugzeit der Beifußpollen, zunächst jedoch mit einer geringen Belastung.

Im Juli fliegen vermehrt Ambrosiapollen und Beifußpollen

Im Juli erhöht sich die Zahl der Beifußpollen beträchtlich, während die Belastung mit Roggenpollen weiter abnimmt. Bis zur Monatsmitte sind die Gräserpollen mit einer sehr starken Belastung vertreten, erst nach dem 15. Juli geht die Zahl der Pollen wieder etwas zurück.

Ab Mitte Juli tritt (zunächst mäßig) eine der aggressivsten Pollenarten auf den Plan - die in letzter Zeit immer häufiger vorkommenden Ambrosiapollen starten ihre Flugzeit.

Im August haben Roggenpollenallergiker nur noch geringe Probleme, die Zahl der Gräserpollen sinkt auf einen mäßigen Wert mit höchstens 20 Pollen pro Kubikmeter Luft.

Die Belastung mit Beifußpollen bleibt den ganzen Monat hindurch unverändert stark. Der Flug der Ambrosiapollen intensiviert sich, ab Mitte August muss von einer starken Belastung mit Ambrosia ausgegangen werden.

Pollenflugvorhersage für Herbst und Winter 2014

Im September gibt es für Allergiker gegen Gräser und Beifuß immer weniger Probleme, ab Mitte des Monats sinkt die Belastung auf einen geringen Wert mit weniger als 4 Pollen pro Kubikmeter Luft. Auch in Berlin sind die hochallergenen Ambrosiapollen weiterhin stark vertreten und verursachen Beschwerden.

Erst im Oktober geht die Zahl der Ambrosiapollen langsam zurück, Gräserpollen sind bis Mitte des Monats komplett verschwunden.

Im November ist die Belastung mit den Pollen der Ambrosiapflanze nur noch gering ausgeprägt. Von Mitte November bis in den Dezember hinein ist in Berlin bei keiner Pollenart mit einer Belastung zu rechnen, bevor es Mitte Dezember mit den Frühblühern (vor allem Haselpollen) wieder losgeht.

Was sind die Symptome bei Pollenallergie?

Zu den häufigsten Symptomen einer Pollenallergie gehören Probleme mit tränenden Augen, Juckreiz, eine laufende Nase (“Heuschnupfen“) und ein Anschwillen der Schleimhäute. Heftige Niesattacken sind in der Pollenflugzeit ebenfalls keine Seltenheit, zudem können Hautrötungen auftreten.

Vorsicht geboten ist bei einer Vorbelastung durch Asthma - durch die Pollenbelastung kann es zu Atemnot und selten sogar zu lebensbedrohlichen Asthmaanfällen kommen.

Aufpassen sollten Allergiker auch bei Kreuzreaktionen. Wer auf bestimmte Gräser und Kräuterpollen allergisch reagiert, muss auch bei Lebensmitteln aufpassen.

Besonders bei einer Beifußallergie können Kreuzallergien zu bestimmten Gewürzen und Gemüsesorten vorliegen - Curry, Anis, Kümmel, Pfeffer und Muskatnuss sollten in diesem Fall eher gemieden werden.

Auslöser für eine Allergie können in manchen Fällen dann auch Gemüsesorten wie Kartoffeln, Paprika, Sellerie und Tomaten sein.

Wie bekomme ich eine Diagnose für eine Allergie?

Bei Verdacht auf eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Pollen ist es ratsam, vom Arzt einen Allergietest durchführen zu lassen. Meistens wird dabei die Haut des Patienten mit den entsprechenden Allergenen bestrichen, so dass es bei einer Allergie zu Reaktionen des Körpers kommt.

Vor einem Allergietest sollte in einem umfangreichen Gespräch mit dem Arzt über eventuell in der Familie bestehende Allergien gesprochen werden, um mögliche Auslöser einer Überempfindlichkeitsreaktion weiter eingrenzen zu können. Zudem kann auch das Ausfüllen eines Allergietagebuchs hilfreich sein.

Durch die gleichzeitige Einnahme von Antihistaminika oder Kortikosteroiden können mitunter die Ergebnisse eines Hauttests verfälscht werden - auch hier ist es also ratsam, vorher mit dem behandelnden Arzt zu sprechen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Heuschnupfen?

Wer unter den Auswirkungen einer Pollenallergie leidet, kann zunächst mit Medikamenten versuchen, die Beschwerden zu lindern. Hier haben sich Antihistaminika, Cortison und Cromoglicinsäure bewährt. Die Stoffe gibt es als Spray für Nase und Augen sowie in Tablettenform.

Beachtet werden sollte jedoch, dass mit einer medikamentösen Behandlung nur die Symptome der Allergie, nicht jedoch die Ursachen bekämpft werden. Dauerhafte Lösungen sind zwar zeitaufwendiger, versprechen jedoch langfristig bessere Erfolge.

Wer sich für eine Hyposensibilisierung entscheidet, kann schon nach einigen Jahren eine deutliche Verbesserung erkennen. Die Methode gilt mittlerweile als das einzige Verfahren, das die Ursache von Pollenallergien dauerhaft beseitigt.

Bei einer Hyposensibilisierung werden dem Patienten mehrmals im Jahr geringe Mengen des Allergens injiziert, so dass sich der Körper langsam an den Stoff gewöhnen kann. Diese Form der Therapie kann auch durch Tropfen und Tabletten erfolgen.

Für Allergiker ist es generell ratsam, während der Pollenflugzeit die Fenster der Wohnung geschlossen zu halten oder sich mit Fliegengittern zu schützen. Für Fahrradfahrer oder Menschen, die sich berufsbedingt viel im Freien aufhalten, kann auch ein Mundschutz die Probleme deutlich mindern.