Gegen solch einen Wirbelsturm wie „Sandy“ kommt selbst James Bond nicht an. Hauptdarsteller Daniel Craig wollte nach der Deutschlandpremiere vom neuen 007-Film „Skyfall“ in Berlin am Dienstagabend eigentlich weiter nach New York fliegen, wie eine Sprecherin des Verleihs Sony Pictures sagte. Doch daraus wird nun erst einmal nichts, weil viele Flüge an die US-Ostküste gestrichen wurden.
In New York wollten Craig und Regisseur Sam Mendes am Donnerstag auf dem Tribeca Filmfestival ihren Bond-Film vorstellen. Der Sprecherin zufolge war zunächst unklar, ob die Reise auf Mittwoch verschoben oder ganz abgesagt wird.
Angereist für die Deutschlandpremiere in Berlin sind neben Craig der Oscar-gekrönte Regisseur Sam Mendes („American Beauty“), das französische Bond-Girl Bérénice Marlohe und Produzentin Barbara Broccoli. Sie werden gegen 20 Uhr über den roten Teppich vor dem Theater am Potsdamer Platz laufen. Judi Dench, Darstellerin der 007-Chefin M, und Javier Bardem alias Schurke Raoul Silva sind leider zu Hause geblieben.
In dem Film zum 50. Geburtstag der Bond-Reihe schlüpft der Brite zum dritten Mal in die Rolle des toughen, aber auch verletzlichen Agenten. Schauplätze sind London, Schanghai, Istanbul und die schottischen Highlands. Alles beginnt mit dem vermeintlichen Tod des Martini-Liebhabers. Noch nie wurde dem Zuschauer so viel über James Bonds Herkunft und Privatleben verraten wie in „Skyfall“. Regie führt Sam Mendes („American Beauty“).
Fans dürfen sich auf das erste Wiedersehen mit Quartiermeister Q seit dem Neustart in „Casino Royale“ freuen. Der von dem 32-jährigen Ben Whishaw („Das Parfum“) verkörperte Technikexperte unterstützt 007 im Kampf gegen den Terroristen Silva. Der hat es auf M abgesehen und scheint auf einer höchst persönlichen Mission zu sein.
„Skyfall“ ist der 23. offizielle Bond-Film und kommt an diesem Donnerstag (1. November 2012) in die deutschen Kinos.
Craig hat für zwei weitere Bond-Filme unterschrieben
Der 44 Jahre alte Craig möchte seiner Rolle als James Bond treu bleiben, sagt er in Berlin. Er habe zwei weitere Filme zugesagt, so der britische Schauspieler am Dienstag. „Ich habe Freude daran, sie zu machen.“ Dass die Abenteuer des Geheimagenten Ähnlichkeiten mit echter Spionage hätten, glaubt er nicht. „Ich kenne nicht viele Spione, daher kann ich es Ihnen nicht sagen“, ergänzte Craig trocken.
In der britischen Heimat ist „Skyfall“ bereits angelaufen und hat dort das beste Startwochenende in der 007-Geschichte und das zweitbeste überhaupt hingelegt. In den USA kommt Craigs dritter Auftritt als Agent mit der Lizenz zum Töten am 9. November 2012 in die Kinos.
Nächste Filme über 007 werden Zweiteiler
Schon vor dem deutschen Kinostart laufen die Vorbereitungen für das nächste Leinwandabenteuer. Offenbar werden die Filme eine Geschichte in zwei Teilen erzählen. Wie das Branchenblatt „Variety“ berichtete, schreibt John Logan („Hugo Cabret“) an den Drehbüchern. Die Handlung soll nicht auf einer Vorlage von Bond-Erfinder Ian Fleming basieren. Der Autor hatte bereits am „Skyfall“-Drehbuch mitgewirkt.
Zunächst aber steht Craig für George Clooney vor der Kamera. Im März 2013 beginnen laut dem Blog „Deadline“ in Europa die Dreharbeiten für „The Monuments Men“. Regisseur und Darsteller Clooney erzählt darin die Geschichte von US-Soldaten und Kunstexperten, die am Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutende Kunstgüter vor der Zerstörung durch die Nazis bewahren wollen. Weitere Mitglieder des illustren Ensembles sind Bill Murray, Cate Blanchett und Jean Dujardin.
dpa/dapd/sei


