Trauerfeier

Familie und Freunde nehmen Abschied von Promi-Wirt Bott

Mit seinem Lokal „Bottschaft“ war er ein Stück altes West-Berlin. Viele Prominente nehmen nun von Jochen Bott Abschied.

Foto: privat

Familie, Freunde und Mitarbeiter nehmen am kommenden Freitag, den 27. Juli 2012 (12 Uhr), auf dem Waldfriedhof an der Heerstraße in Berlin-Westend mit einer Trauerfeier Abschied von Jochen Bott. Das teilte sein Sohn Benno (23) mit. Die Wirt-Legende des alten West-Berlin war am 8. Juli nach langer Krankheit im Alter von 68 Jahren gestorben.

Botts kleines Lokal „Bottschaft“ an der Caspar-Theyß-Straße in Wilmersdorf, das er seit 2001 führte, war Treffpunkt für viele Prominente. Und so haben ihm mehr als 120 Persönlichkeiten mit einer Traueranzeige, die am Sonntag in der Berliner Morgenpost erscheint, die letzte Ehre erwiesen. Darunter sind Schauspieler wie Götz George und Manfred Krug, Kunstsammler und Mäzene wie Ulla und Heiner Pietzsch, ehemalige Politiker wie Egon Bahr, Klaus Landowsky und Elmar Pieroth, Verfassungsrechtler Rupert Scholz, die Sänger Frank Zander und Bernhard Brink, Manager wie der ehemalige Air-Berlin-Chef Achim Hunold, Berliner Prominente wie Rolf Eden, Udo Walz und der ehemalige Rennfahrer Kurt „Kutte“ Klein, der ehemalige US-Botschafter John C. Kornblum, der frühere Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Albert Meyer, Unternehmer wie Regina Ziegler, Klaus Groenke, David Goldberg, Jürgen Groth und Rafael Roth. „Wir trauern um unseren Freund. Wir werden ihn vermissen“, steht in der Traueranzeige.

In Botts Lokalen wie der „Hundekehle“ und im „Landhaus Bott“ in Grunewald traf sich das "Who is who" der Berliner Politik und Wirtschaft, um Schlachtpläne für die Zukunft der Stadt auszuarbeiten. Mitte der 90er Jahre wurde es dann plötzlich still um Jochen Bott. Wie viele andere Gastronomen im alten Westen auch, habe auch er die Konkurrenz aus der neuen Mitte der Stadt schmerzhaft zu spüren bekommen, sagte er selbst einmal.