In Deutschland ist die neue Staffel der US-Sitcom „Two and a Half Men“ eben erst angelaufen, in den USA wird bereits über eine zweite mit Charlie-Sheen-Nachfolger Ashton Kutcher gesprochen.

Dieser bekundete am Mittwoch sein Interesse an einer Fortsetzung. Nach dem Ende der derzeit laufenden Staffel werde er sich Filmprojekten widmen, würde danach aber gerne wieder seine Rolle in der Sitcom übernehmen, wenn es eine Einigung gebe. Auch der Fernsehsender CBS sei daran interessiert, sagte die dortige Unterhaltungschefin Nina Tassler.

In den USA schalteten bei der ersten „Two and a Half Men“-Staffel mit Kutcher bisher 20 Prozent mehr Zuschauer ein, als bei der letzten mit Charlie Sheen.

Asthon Kutcher sorgt für Bestquote

Kutcher bescherte ProSieben die beste Quote aller Zeiten: 4,12 beziehungsweise 4,81 Millionen Zuschauer verfolgten die erste und zweite Folge der neuen Staffel mit dem Charlie-Sheen-Nachfolger am Dienstagabend, wie der Sender mitteilte. Das entspreche einem Marktanteil 12,3 beziehungsweise 15,4 Prozent.

Auch in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erzielten die neuen Folgen Bestwerte: Die zweite Folge hatte 4,16 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 32,1 Prozent. Die Geschichten mit Hauptdarsteller Sheen sahen 2011 durchschnittlich 1,89 Millionen in dieser Zielgruppe (Marktanteil 14,9 Prozent).

Die Fan-Gemeinde reagierte gespalten auf die ersten Folgen mit Asthon Kutcher. Zwischen „totaler Schrott“ und „echt lustig“ bewegte sich das Kommentar-Spektrum am Dienstagabend bei Facebook, Twitter und StudiVZ. Innerhalb von zwei Stunden wurden Hunderte Meinungen gepostet.

Im Vorfeld des Staffelstarts hatten sich mehrere Facebook-Gruppen gegründet, die zum Boykott der neuen Folgen aufriefen und die Rückkehr von Sheen forderten. Dieser war im Frühjahr 2011 nach Alkohol- und Drogenexzessen und einer öffentlichen Beschimpfung des Produzenten Chuck Lorre aus der Serie geflogen.

Sheens Rauswurf wurde von den Sitcom-Fans in allen Internetforen einhellig bedauert. „'Two and a Half Men' ohne Charlie ist wie Mathe ohne Zahlen“, schrieb ein Nutzer auf Twitter. „Ich vermisse Charlie“, postete eine Nutzerin.

Ob die Fortsetzung von „Two and a Half Men“ ohne Sheen und dem damit verbundenen Tod von Charlie Harper als sein Serien-Alter-Ego und bisheriger Hauptfigur noch Sinn macht, ist umstritten. Einige Fans äußern sich optimistisch, dass es auch mit Asthon Kutcher, der in der Serie den Milliardär und Frauenschwarm Walden Schmidt spielt, interessant bleibt. Kutcher sei ein würdiger Nachfolger: „Der König ist tot, lang lebe der König! Mir gefällt die neue Staffel. Die neue wird bestimmt super!“, war beispielsweise auf Twitter zu lesen.

dapd/mim