Start-Up-Firma

Ashton Kutcher überzeugt sich von "Amen" in Berlin

Der US-Schauspieler und Noch-Ehemann von Demi Moore investiert Millionen in das Berliner Start-Up-Unternehmen "Amen". Für Meetings kam er jetzt in die deutsche Hauptstadt - und feierte in Mitte.

Foto: Getty Images

Ein fast normaler Montagabend in einer Bar in Berlin-Mitte. Junge Leute sitzen an den Tischen oder stehen an der Theke, es wird getrunken, geraucht, der Laden ist voll. Gegen ein Uhr betritt eine Gruppe das Lokal, in der Mitte ein schlaksiger Typ mit Wollmütze und Bart. Ist das nicht? Das ist doch – Ashton Kutcher (33). Der Schauspieler und Noch-Ehemann von Hollywoodstar Demi Moore (49) fällt auf den ersten Blick unter den Mitte-Hipstern nicht weiter auf. Aber was macht er hier?

Des Rätsels Lösung: Ashton Kutcher ist nicht nur bekennender Berlin-Fan, er betreibt auch Geschäfte in der Hauptstadt. Bereits im Juli dieses Jahres wurde bekannt, dass der Schauspieler, der großer Twitter-Fan ist und unter dem Namen „aplusk“ seine Fans regelmäßig an seinem Privatleben teilnehmen lässt, mehrere Millionen Euro in ein Berliner Start-Up-Unternehmen stecken möchte. „Amen“ heißt der Internetdienst von Felix Petersen, Caitlin Winner, Florian Weber und Ricki Vester Gregersen. Er ermöglicht den Nutzern, jederzeit alle möglichen Dinge wie Filme, Bücher, Bars, Restaurants oder Cafés zu bewerten. Eine virtuelle Hitliste, die ständig erweitert wird.

Kutcher ließ es sich nicht nehmen, persönlich nach Berlin zu reisen, um die Fortschritte des Start-Up-Unternehmens in Augenschein zu nehmen. „Ich bin zu Meetings hier“, sagte er knapp. Vielleicht war der Kurztrip für ihn auch eine willkommene Ablenkung von der bevorstehenden Scheidungsschlacht mit Noch-Ehefrau Demi Moore. Das Paar hatte sich Mitte November nach sechs Jahren Ehe getrennt. Der Grund: mehrere Seitensprünge des attraktiven Schauspielers.

Wie ein Kind von Traurigkeit wirkte der Hollywoodstar inmitten seiner Entourage aus jungen Frauen und Männern jedenfalls nicht – im Gegenteil. Kutcher war in Feierlaune. Zum Essen war er mit seinen Geschäftspartnern im Szene-Restaurant „Grill Royal“. Nach dem Zwischenstopp in der Bar zog die Clique weiter zu einer Privatparty in einem schicken Loft an der Torstraße. Lässig in Jeans und Pullover plauderte Kutcher mit seinen Berliner Freunden, während der Chauffeur mit der Limousine draußen wartete. Seiner Vorliebe für brünette Frauen scheint Kutcher treu zu bleiben: Mit einer hübschen jungen Dame tauschte er zu später Stunde noch Telefonnummern aus. Gegen vier Uhr zog Kutcher seine Wollmütze auf, verabschiedete sich mit Küsschen rechts und links und verschwand mit der Limousine. Ein fast normaler Montagabend in Berlin-Mitte.