Unwetter

Orkantief Andrea fegt über Deutschland hinweg

Foto: dpa / dpa/DPA

Mit Geschwindigkeiten von über 140 Stundenkilometern ist das Tief Andrea in der Nacht und am frühen Donnerstagmorgen über Deutschland gezogen. In Teilen der Republik kam es zu Straßensperrungen durch umgeknickte Bäume. In Berlin verlief der Morgen trotz heftiger Böen ruhig.

Orkantief Andrea färbt die Unwetter-Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes tiefrot – doch in der Nacht zum Donnerstag und am frühen Morgen hat es kaum größere Schäden gegeben. Das sagten Sprecher von Feuerwehr und den Lagezentren der Länder.

Auf dem Brocken im Harz und auf den Alpengipfeln kann es zu extremen Orkanböen mit Geschwindigkeiten über 140 Stundenkilometer kommen, warnte der DWD. Auch im Flachland sind Sturmböen der Windstärke 9 oder 10 möglich. Die Menschen wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

In Nordrhein-Westfalen war die Bundesstraße 224 am Kreuz Essen Nord seit Mittwochabend gesperrt, weil Bäume umstürzten und weitere vorsorglich abgesägt wurden. Auch in Hessen, weiten Teilen des Nordens und Thüringen knickten Bäume um und wurden von Straßenarbeitern oder Feuerwehrleuten beseitigt. In Hamburg stand Wasser auf mehreren Straßen und wurde von der Feuerwehr abgeleitet.

In Berlin und Brandenburg gab es zwar heftige Regenfälle aber bislang keine größeren Schäden. In Berlin mussten im Stadtteil Moabit lediglich ein paar fortgewehte Bauteile gesichert werden. Sonst hatte die Feuerwehr in der Hauptstadt keine sturmbedingten Einsätze. Die starken Regenfälle können in der Prignitz zu Hochwasser führen, warnt das Hochwassermeldezentrum in Potsdam.

Im Laufe des Tage soll der Sturm allerdings noch kräftig zunehmen. Dabei kann es neben weiter kräftigen Regenschauern auch Gewitter geben. Entspannung ist erst am Donnerstagabend in Sicht. Dann aber nur kurz: In der kommenden Woche steht das nächste Sturmtief in den Startlöchern.

( dpa/dapd/bee )

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