Unwetter

Sturmtief Ulli fegt über Deutschland hinweg

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Mit Orkanböen ist Tief Ulli in der Nacht zu Mittwoch über Deutschland gefegt, ein weiteres Sturmtief ist im Anmarsch.

Video: Reuters
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Sturmtief Ulli hat nur wenig Schaden angerichtet. Es blieb meist bei ein paar umgestürzten Bäumen und herabfallenden Dachziegeln. Verletzte gab es kaum. Auch in Berlin und Brandenburg blieb die Nacht ruhig. Doch das könnte sich mit dem nächsten Orkantief ändern.

Das erste Sturmtief des Jahres „Ulli“ ist in der Nacht zum Mittwoch über Deutschland hinweggefegt und hat Polizei und Feuerwehren zu zahlreichen Einsätzen gezwungen. Zumeist blieb es aber bei kleineren Schäden durch umgestürzte Bäume oder herabfallende Dachziegeln. Verletzte gab es kaum.

Am stärksten betroffen war der Norden Deutschlands. Im Rest der Bundesrepublik blieb es hingegen verhältnismäßig ruhig, wie die Polizeidienststellen mitteilten. „Es hat zwar gestürmt, aber alles halb so wild“, sagte ein Sprecher der Polizei Gera. Lediglich im Harz in Sachsen-Anhalt pustete „Ulli“ noch etwas kräftiger.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes DWD wurden an der Nordseeküste auf der Insel Helgoland und in St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 112 Stundenkilometer gemessen. Im Binnenland war es mit Windgeschwindigkeiten bis 104 km/h (Kiel und Schleswig) nur unwesentlich ruhiger, sagte Meteorologe Robert Hausen.

Im niedersächsischen Voltlage ist ein 19-Jähriger mit seinem Auto von einer Windböe erfasst worden und seitlich gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei Bersenbrück mit. Der junge Mann kam ins Krankenhaus, am Wagen entstand ein Totalschaden.

In den Harzregionen Sachsen-Anhalts hatten die Beamten dank „Ulli“ mehr zu tun. Einige Straßen seien immer noch wegen umgestürzter Bäume gesperrt, sagte ein Sprecher der Polizei Magdeburg. Auf der Bundesstraße zwischen Wernigerode und Ilsenburg sei ein LKW-Anhänger umgestürzt, im Salzlandkreis sorgte ein gerissenes Stromkabel für einen Stromausfall. Verletzte habe es aber auch hier nicht gegeben.

Im nordrhein-westfälischen Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis) mussten am Dienstagabend rund 290 Menschen aus einem Regionalzug befreit worden, nachdem ein umgestürzter Baum das Gleis versperrt und eine Weiterfahrt unmöglich gemacht hatte.

Berlin und Brandenburg bleiben verschont – Nun kommt Orkantief „Andrea“

In Berlin und Brandenburg kam es kaum zu Schäden: Die Polizei in der Region verzeichnete nach Angaben aus Potsdam lediglich einen umgestürzten Baum in Falkensee (Havelland). Die Berliner Feuerwehr musste nach ihren Angaben kein einziges Mal wegen Sturmschäden ausrücken.

Im Laufe des Tages soll der Wind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam aber wieder zunehmen. In der Nacht zum Donnerstag soll ein neues Orkantief „Andrea“ Berlin und Brandenburg erreichen. Dann könnte es auch zu Gewittern kommen.

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