Loveparade-Gründer

Dr. Motte erhält Geldstrafe für Hitler-Gruß

Loveparade-Gründer Dr. Motte alias Matthias Roeingh hat einen Strafbefehl über 15.000 Euro erhalten, weil er Berliner Ordnungsamtsmitarbeiter und Polizisten mit "Heil Hitler" und als "Blockwart" beschimpft haben soll.

Foto: Reto Klar

Der Mitbegründer der Loveparade, Dr. Motte, hat wegen angeblicher „Heil Hitler“-Rufe einen Strafbefehl über 15.000 Euro bekommen. Er werde gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten Einspruch einlegen, sagte der 51 Jahre alte DJ. „Ich bin empört über das Vorgehen der Justiz.“

Der Techno-DJ, der eigentlich Matthias Roeingh heißt, soll am 11. März 2011 sein Auto an der Kastanienallee in Prenzlauer Berg falsch geparkt haben. Zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes stellten ihn laut daraufhin zur Rede. Das Gespräch sei eskaliert. Als zufällig Polizeibeamte vorbei kamen und sich nach dem Grund der Auseinandersetzung erkundigten, soll Dr. Motte sinngemäß geäußert haben, dass er sich belästigt fühle. Dann habe er beiden Polizisten als „Blockwarte“ bezeichnet, so der Vorwurf. Auch „Heil Hitler“ soll gefallen sein. Wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte, erhielt Roeingh den Strafbefehl wegen Beleidigung und wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. „Der Ausdruck 'Heil Hitler' fällt unter diesen Straftatbestand“, sagte der Sprecher.

Ein Polizeisprecher hatte damals solch einen Vorfall bestätigt, ohne weiter Einzelheiten zu nennen. Dr. Motte wollte zu diesen Vorwürfen nicht im einzelnen Stellung nehmen. Er sagte, er erwarte nun ein Gerichtsverfahren, das fair sei und in dem alles geklärt werde.