Dauerregen im Südosten

Wetterdienst warnt vor Überflutungen

Für Sachsen und Teile Sachsen-Anhalts, Thüringens und Brandenburgs werden starker Regen und Überschwemmungen erwartet.

Trotz des befürchteten Dauerregens vor allem im Süden Sachsen-Anhalts rechnen Experten derzeit nicht mit starkem Hochwasser. „In den Flüssen ist noch Platz“, sagte eine Sprecherin der Landeshochwasserzentrale am Mittwoch in Magdeburg. „Wir sehen im Augenblick nicht, dass die Melde- und Alarmgrenzen für Hochwasser an den Flüssen überschritten werden.“ Allerdings seien der Pegel Löben für die Schwarze Elster im Landkreis Wittenberg und die Pegel für die Flüsse im Burgenlandkreis wie für die Weiße Elster unter ständiger Beobachtung. Diese Regionen gelten als neuralgische Punkte für Hochwasser.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Leipzig hatte am Mittwochmorgen sogar eine Unwetterwarnung für den Burgenlandkreis herausgegeben. Diese wurde am Mittag aber wieder aufgehoben. Tief „Otto“ sei doch nicht so stark wie ursprünglich angenommen und habe es nicht bis in das südliche Sachsen-Anhalt geschafft, sagte DWD-Meteorologe Henry Geyer in Leipzig. Zunächst war bis Freitag mit Starkregen, böiger Wind und bis zu 30 Liter Wasser pro Quadratmeter vorhergesagt worden.

Im Burgenlandkreis muss gleichwohl mit Hochwasser an kleineren Flüssen und Bächen, Erdrutschen, überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern gerechnet werden. „Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass Sachsen-Anhalt von den Regenmassen verschont bleibt“, sagte DWD-Meteorologe Hans-Jürgen Langner. Das hänge davon ab, wie sich Tief „Otto“ bis Donnerstag entwickle. Es zieht von Süden über Tschechien bis nach Polen und dann später weiter Richtung Ostsee.

Am Dienstagabend war die Unwetterfront bereits über den Süden Bayerns hinweggezogen. Gewitter mit Hagel und starkem Regen überfluteten nach Polizeiangaben mehrere Keller im Allgäu. Heftige Sturmböen rissen Bäume aus dem Boden. Straßen und Unterführungen standen unter Wasser. Im Raum München blieb der Sachschaden trotz zahlreicher Notrufe eher gering, sagte ein Polizeisprecher.

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