Überfall in Sittensen

Rentner tötete Räuber mit Schuss in Rücken

Nach der Obduktion des jugendlichen Räubers ist klar: Ihm wurde vom Hauseigentümer in den Rücken geschossen. Vier Komplizen sind auf der Flucht.

Foto: dpa

Mit einem Schuss in den Rücken hat ein Rentner in Sittensen einen jugendlichen Räuber getötet. Das habe die Obduktion ergeben, sagte Staatsanwalt Kai-Thomas Breas. „Die Notwehr ist damit aber nicht ausgeschlossen.“

Eine bewaffnete und maskierte Bande hatte den wohlhabenden 77-Jährigen auf seinem Grundstück im Kreis Rotenburg überfallen. Der Jäger konnte jedoch im Haus an eine Pistole gelangen und erschoss einen 16-Jährigen. Seine vier Komplizen flüchteten mit einem Auto.

Der getötete Jugendliche stammt nach Angaben von Breas aus dem schleswig-holsteinischen Neumünster, wo er bereits wegen zahlreicher Raubüberfälle, Diebstähle und Einbrüche bei der Polizei bekannt ist.

Bisher gebe keine Hinweise auf die Identität oder den Aufenthaltsort der vier anderen Täter, sagte Breas.

In der Nähe des Tatorts fanden die Ermittler allerdings eine Plastiktüte mit einer Soft-Air-Pistole und der Maskierung der Ganoven. „Die werden wir intensiv auf DNA-Spuren und Fingerabdrücke untersuchen“, sagte Breas.

Außerdem werden die Fahnder im Umfeld des 16-Jährigen nach seinen Komplizen suchen. Von einem Zusammenhang mit dem Raubmord im Nachbarlandkreis Stade am vergangenen Wochenende gehen sie zurzeit nicht aus.