+++ 5000 Haushalte an Heiligabend ohne Strom +++

Für eine Reihe von Familien in der Grenzregion von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg bleibt der Weihnachtsbaum zur Bescherung vermutlich dunkel. Wie ein Sprecher des Stromversorgers eonedis sagte, waren am Freitagnachmittag wegen Störungen im Überlandnetz noch rund 5000 Haushalte ohne Strom, etwa 2000 davon in dem Gebiet zwischen Müritz und Usedom. Zahlreiche Bäume seien unter der Schnee- und Eislast umgebrochen und hätten dabei auch Stromleitungen heruntergerissen, hieß es zur Begründung. Zeitweise seien in beiden Ländern 36.000 Haushalte betroffen gewesen. Der Störungsdienst arbeite mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden.

+++ Strecke Berlin-Hannover ist wieder befahrbar +++

Die in der Nacht zu Freitag komplett gesperrte Bahnstrecke Hannover-Berlin ist wieder in beiden Richtungen befahrbar. Allerdings komme es noch zu erheblichen Verspätungen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Unterdessen wurde nach Bahnangaben die Strecke zwischen Magdeburg und Hannover wegen vereister Oberleitungen gesperrt. Die Züge müssten umgeleitet werden.

Nach Bahnangaben bildeten sich im Verlauf der vergangenen Nacht und des Freitags insbesondere im Norden und Osten immer wieder fingerdicke Eispanzer an den Oberleitungen vieler Bahnstrecken. Wegen fehlender Stromversorgung könnten die Züge auf diesen Strecken nicht ihre Fahrt fortsetzen.

Die Mitarbeiter in den Betriebszentralen und Transportleitungen leiteten daher Züge über freie Strecken um oder setzten kurzfristig verfügbare Entlastungszüge ein. Fahrgäste müssten deswegen mit teilweise großen Verspätungen und einzelnen Ausfällen rechnen. Die Deutsche Bahn bedauere diese Beeinträchtigungen. „Gegen dieses Naturphänomen sind allerdings kaum Gegenmaßnahmen möglich“, sagte das Unternehmen. Man sei weiterhin intensiv bemüht, alle Strecken schnellstmöglich für den Einsatz der geplanten Züge freizuräumen.

Die Bahnstrecke Hannover-Berlin musste in der Nacht stundenlang gesperrt werden. Rund 725 Fahrgäste in fünf Fernverkehrszügen saßen dadurch fest und mussten über mehrere Stunden auf die Weiterfahrt warten, wie die Bahn am Freitag mitteilte. Grund für die Sperrung waren Oberleitungsschäden aufgrund von Eisregen.

Nach Bahnangaben verkehren auf der Strecke, dem wichtigen Korridor zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet, zwischen 200 und 300 Zügen am Tag.

+++ Gottesdienste wegen Schneemassen abgesagt +++

In der Kleinstadt Stolberg bei Aachen sind die Schneemassen so groß, dass dort Kirchengemeinden sogar Ihre Heiligabend-Gottesdienste absagen mussten. Der Kindergottesdienst im Gemeindehaus Frankental falle an diesem Nachmittag aus, teilte die Evangelische Kirchengemeinde im Internet mit. Auch die katholischen Messen in Sankt Franziskus und Sankt Hermann-Josef können nicht stattfinden. Pfarrer Hans-Rolf Funken habe Ersatztermine eingerichtet, berichtete das Onlineportal der „Aachener Zeitung“.

+++ Frau bei Unfall schwer verletzt +++

Bei einem Unfall auf der Autobahn 8 nahe Saarwellingen (Saarland) ist eine Frau schwer verletzt worden. Die 32-Jährige hatte angehalten, um einem anderen Autofahrer zu helfen, der in Fahrtrichtung Saarlouis in die Mittelleitplanke gerutscht war. Nachdem sie ausgestiegen war, fuhr ein 72-jähriger Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit gegen ihr Auto. Dieses wurde dabei angeschoben und prallte gegen die Frau.

+++ Krankenwagen bleibt im Schnee stecken +++

Ein Krankenwagen mit einem Patienten an Bord ist in Ennepetal im Schnee steckengeblieben. Der Ambulanzfahrer und der Kranke mussten sich eine halbe Stunde in Geduld üben. Mit der Seilwinde eines Feuerwehrfahrzeuges wurde das Fahrzeug wieder flott gemacht, berichtete ein Sprecher.

+++ Autobahn 17 nach Unfällen gesperrt +++

Vermutlich Glatteis hat auf der Autobahn 17 unmittelbar vor dem Grenzübergang zu Tschechien zu einer Massenkarambolage geführt. Mindestens fünf Lkw und sieben Pkw waren nach Polizeiangaben an dem Unfall beteiligt.

Der Fahrer eines polnischen Lastzuges ist nach bislang unbestätigten Angaben bei dem Crash getötet worden. Ein Pkw-Fahrer aus Holland wurde schwer verletzt. Ereignet hatte sich der Unfall bereits gegen 9.00 Uhr. Die Autobahn 17 war seitdem in beide Richtungen komplett gesperrt. Die Räumung der ineinander verkeilten Fahrzeuge sollte nach Polizeiangaben noch bis in die Abendstunden hinein andauern.

+++ Fahrgast bricht in gestrandetem Zug zusammen +++

In einem Zug auf der Strecke Hannover-Berlin hat ein Fahrgast am Freitagvormittag nach Angaben der Bahn einen Schwächeanfall erlitten. Zunächst war von einem Herzinfarkt ausgegangen worden. Der betroffene City-Night-Line-Zug steht derzeit noch zwischen Stendal und Hannover, wie ein Bahnsprecher sagte.

Die wichtige Bahnstrecke Hannover – Berlin war in der Nacht zu Heiligabend stundenlang gesperrt gewesen. Rund 725 Fahrgäste in fünf Fernverkehrszügen saßen dadurch fest und mussten über mehrere Stunden auf die Weiterfahrt warten, wie die Bahn am Freitag mitteilte. Grund für die Sperrung waren Oberleitungsschäden aufgrund von Eisregen.

Ein Gleis der Strecke steht derzeit für beide Richtungen zur Verfügung. Dort fahren aber nur ICE-Züge, wie der Bahnsprecher sagte.

+++ Turnhallendach wegen Schneemassen eingestürzt +++

Offensichtlich unter dem Druck der Schneemassen ist am Heiligabend in Münster das Dach einer Turnhalle eingestürzt. Aller Wahrscheinlichkeit nach sei das Gebäude leer gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. „Nach Auskunft des Sportamtes finden an Heiligabend dort keine Veranstaltungen statt.“ Dennoch durchsuchten die Einsatzkräfte die Trümmer nach etwaigen Verletzten.

+++ Kleinere Orte von Außenwelt abgeschnitten +++

Kleinere Ortschaften auf den Ostsee-Inseln Fehmarn und Rügen sind durch starken Schneefall und Schneeverwehungen von der Außenwelt abgeschnitten. Zu Notfällen kam es aber zunächst nicht. Die Lage sei vor allem im östlichen Teil der Insel schwierig, sagte ein Polizeisprecher am Freitag auf Fehmarn. Zwar seien alle Räumfahrzeuge im Einsatz, doch der starke Nordostwind wehe die frei geräumten Straßen sofort wieder zu.

Auch auf Rügen sorgten starker Schneefall und Wind für katastrophale Verhältnisse auf den Straßen. „Es gibt Ecken, die wir nicht erreichen können“, sagte ein Polizeisprecher in Bergen. Lediglich die Bundesstraße 96 bis Sassnitz sei durchgängig befahrbar. Auf der Bundesstraße 196 könne der Schnee trotz größter Anstrengungen nicht geräumt werden. Das Technische Hilfswerk (THW) war im Einsatz, um umgeknickte Bäume von den Straßen zu räumen.

Zur Insel Hiddensee wurde ebenfalls der Fährverkehr eingestellt. Dichtes Schneetreiben und vom Wind aufgeschichtetes Eis im Fahrwasser hinderten die Fähre „Vitte“ daran, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Wie die Fährreederei in Stralsund mitteilte, fielen die Fahrten am Donnerstagabend und am Freitagmorgen aus. Es werde versucht, am frühen Nachmittag wenigstens eine Fährfahrt von Vitte nach Schaprode auf Rügen und zurück über die Bühne zu bringen, sagte eine Sprecherin. Üblich seien vier bis fünf. Im vorigen Winter war Hiddensee wegen dicken Eises und Maschinenschadens am Schiff tagelang von der Außenwelt abgeschnitten. Hubschrauber wurden eingesetzt.

+++ Bulgarien meldet seltene 15 Grad plus +++

Die Bulgaren wurden zu Weihnachten diesmal von frühlingshaft mildem Wetter überrascht. Statt Schnee gab es in vielen Teilen des Balkanlandes am Freitag Sonne und stellenweise dichten Nebel. Am wärmsten war es am Mittag mit 15 Grad in Achtopol am Schwarzen Meer, wie das meteorologische Institut in Sofia berichtete. Über die Weihnachtsfeiertage soll es allerdings auch regnen.

+++ Eisregen und Stromausfälle in Sachsen-Anhalt +++

Eisregen hat in Sachsen-Anhalt für erhebliche Behinderungen gesorgt. Tausende Menschen mussten im Norden des Landes seit dem frühen Donnerstagabend (ohne Strom auskommen. Im Altmarkkreis Salzwedel waren 80 Gemeinden von der Energieversorgung abgeschnitten, wie die Polizei in Magdeburg mitteilte. Bäume, die unter der Schneelast zusammenbrachen, und herabfallende Äste hätten Oberleitungen heruntergerissen, sagte ein Polizeisprecher. Betroffen waren unter anderem die Orte Arendsee, Salzwedel, Calbe, Beetzendorf und Gardelegen.

+++ Eis und Schnee behindern Fährverkehr nach Hiddensee +++

Dichtes Schneetreiben und vom Wind aufgeschichtetes Eis im Fahrwasser haben die Fähre "Vitte“ daran gehindert, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Wie die Fährreederei in Stralsund mitteilte, fielen die Fahrten am Donnerstagabend und am Freitagmorgen aus. Es werde versucht, am frühen Nachmittag wenigstens eine Fährfahrt von Vitte nach Schaprode auf Rügen und zurück sicherzustellen, sagte eine Sprecherin. Im vorigen Winter war Hiddensee wegen dicken Eises und Maschinenschadens am Schiff tagelang von der Außenwelt abgeschnitten. Hubschrauber wurden eingesetzt.

+++ Seilbahn und Pisten im Harz gesperrt +++

Die extremen Witterungsverhältnisse beeinträchtigen auch den Wintersport im Harz. Wie die Kurverwaltung in Braunlage mitteilte, musste die Wurmbergseilbahn wegen vereister Stahltrassen geschlossen werden. Im oberen Bereich des Wurmbergs bestehe zudem Gefahr durch abbrechende oder weit herunterhängende Baumspitzen. Der Wurmberg ist mit 971 Metern der höchste Berg Niedersachsens.

+++ Warnung vor Einsturzgefahr von Dächern +++

Auf die akute Einsturzgefahr von Dächern durch die erhöhte Schneelast haben Polizei und Feuerwehr in Aachen hingewiesen. Vor allem Flachdächern solle man nicht betreten, teilte die Stadt mit. Busse fahren in Aachen bis auf weiteres nicht. Die Stadt bat auch, „nach Möglichkeit das Auto nicht zu nutzen und zu Hause zu bleiben“. Wälder solle man meiden. Wer unbedingt einen Waldspaziergang machen wolle, solle nur in Begleitung gehen und auf Hauptwegen bleiben.

+++ Bahnstrecke Berlin-Hannover zeitweise unterbrochen +++

Die Bahn hat am Freitag mit großen Problemen auf der Strecke zwischen Hannover und Berlin gekämpft. Immer wieder mussten ICE-Fernzüge wegen vereister Oberleitungen vorübergehend stehenbleiben. Die Strecke war aber am späten Vormittag nicht mehr gesperrt, wie ein Bahnsprecher in Hamburg sagte. Eisregen führte dennoch immer wieder dazu, dass sich auf Oberleitungen eine Eisschicht bildete. Diese unterbricht die Stromversorgung für die Züge.

Die seit 5 Uhr unterbrochene Strecke Hamburg-Hannover sei seit 11 Uhr in beiden Richtungen wieder frei, teilte der Sprecher mit. Bei Lüneburg waren Bäume auf die Oberleitung gestürzt.

In der Nacht zum Freitag waren auf der Trasse Hannover-Berlin fünf Schnellzüge mit etwa 725 Passagieren auf freier Strecke steckengeblieben. Sie mussten ihre Fahrt wegen vereister Oberleitungen unterbrechen.

Hunderte Fahrgäste mussten in den Zügen bis zu fünfeinhalb Stunden ausharren, wie ein Bahnsprecher berichtete. Die Heizungen in den Wagen hätten aber funktioniert. Deshalb schaltete die Bahn nicht die Rettungsdienste ein.

Alle Personenzüge auf dem Gleis in Richtung Berlin seien entweder von herbeigerufenen Dieselloks abgeschleppt worden oder zumindest unterwegs, hieß es am Morgen bei der Bahn. Auch für den Güterzug komme Hilfe. Die Achse Hannover-Berlin zählt zu den wichtigsten Verbindungen im bundesweiten Bahnnetz.

+++ Autofahrerin verunglückt tödlich +++

Eine Autofahrerin aus dem Landkreis Bergstraße ist auf der eisglatten Fahrbahn der Autobahn 67 am Freitag in Südhessen tödlich verunglückt. Wie die Polizei in Darmstadt berichtete, war die 31-Jährige Fahrerin zwischen der Rastanlage Lorsch und dem Viernheimer Dreieck unterwegs, als ihr Wagen wegen des Eisregens ins Schleudern geriet. Das Auto kam dadurch von der Fahrbahn ab, überschlug sich mehrfach im Böschungsbereich und prallte dann gegen einen Baum. Dabei wurde die Fahrerin, die sich allein im Auto befand, tödlich verletzt. Notarzt und Feuerwehr waren an der Unfallstelle eingesetzt.

+++ Weihnachtspost kommt später +++

Der heftige Schneefall verhindert vielerorts die Zustellung von Briefen und Paketen. „Unsere Leute stellen überall da zu, wo es menschenmöglich ist“, sagte ein Sprecher der Deutschen Post am Freitag in Düsseldorf. Orte und Stadtteile, die nicht geräumt oder gestreut sind, könne man jedoch nicht versorgen. „Dann kann es sein, dass der heiß ersehnte Weihnachtsgruß erst nach dem Fest ankommt.“ Die Entscheidung liege bei den Boten vor Ort.

+++ Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee in NRW +++

Überall in Nordrhein-Westfalen hat es am Morgen vor Heiligabend geschneit. Die meisten Flocken kamen in dem Eifelstädtchen Nideggen hinunter. Dort fielen seit Donnerstag 20 Zentimeter Neuschnee, berichtete

Wolfgang Reiff, Meteorologe vom Dienst beim Deutschen Wetterdienst in Essen. Von Minden über das Münsterland, das Ruhrgebiet, die Eifel und den Niederrhein wuchs die Schneedecke von Donnerstag auf Freitag um fünf bis 15 Zentimeter. In Mönchengladbach fielen 16 Zentimeter Neuschnee. Wenig hatten dagegen die bekannten Schneegebiete in Hochsauerland und Siegerland zu bieten: Dort kamen nur zwei bis drei Zentimeter dazu. „Was nachkommt, ist nicht mehr unwetterartig, rechtfertigt aber weiter eine markante Schneefallwarnung“, sagte Reiff über die Schneelage im Land. "Es schneit noch bis in die Nacht hinein“, kündigte der Wetterexperte an. Vor allem westlich von Köln schweben die eisigen Flocken hinab. Zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee könnten dort bis zum ersten Weihnachtstag fallen. Aber auch das Ruhrgebiet und der Niederrhein bekommen noch Schnee ab.

+++ 400 Flüge am Pariser Flughafen Roissy gestrichen +++

Wegen Schnee und Eis sind auf dem Pariser Flughafen Roissy rund ein Drittel der Flüge gestrichen worden. 400 der für den Tag geplanten 1160 Flüge fielen aus, teilte die französische Zivilluftfahrtbehörde DGAC mit.

Jeweils zur Hälfte handelte es sich demnach um An- und Abflüge. Zusammengerechnet könnten so etwa 60.000 Menschen von den Flugausfällen am Heiligabend betroffen sein. Ein Sprecher des zweitgrößten Pariser Flughafen Orly sagte, alle dort für Freitag geplanten 560 Flüge könnten voraussichtlich abgefertigt werden. In der Nacht zum Freitag hatten bereits 2000 Passagiere auf dem Großflughafen Roissy-Charles de Gaulle festgesessen. Am Donnerstag war dort ein Fünftel der Flüge ausgefallen.

+++ Flughafen Frankfurt meldet nach Wetterchaos Normalbetrieb +++

Der Verkehr am Frankfurter Flughafen ist störungsfrei verlaufen. „Bei uns ist alles ruhig, die Start- und Landebahnen sind frei“, sagte ein Sprecher. Falls es nicht zu heftigen Schneefällen in den nächsten Stunden und Tagen komme, werde die Verkehrssituation an Deutschlands größtem Flughafen entspannt bleiben, fügte der Sprecher hinzu.

+++ Kein Nahverkehr mehr in Düsseldorf +++

Wegen andauernder heftiger Schneefälle hat die Rheinbahn in Düsseldorf den Straßenbahnverkehr am Freitagmorgen komplett eingestellt. „Wir kommen gegen den Schnee und den starken Wind einfach nicht an“, sagte Rheinbahn-Sprecherin Heike Schuster. „Wenn wir eine Strecke frei haben, ist sie schon wieder zugeweht, bevor die nächste Bahn kommt.“ Auf den Düsseldorfer U-Bahn-Strecken werde ein Notbetrieb aufrecht erhalten. Die Busse der Rheinbahn fahren bereits seit 3 Uhr nicht mehr. In Essen fahren Busse und Bahnen bis auf weiteres auch nicht. Lediglich das kleine U-Bahn-Netz laufe im Notbetrieb. In Münster fahren Busse nur Hauptstraßen an.

+++ Gemeinden in Niedersachsen stellen Nahverkehr ein +++

Durch die extremen Winterbedingungen in Niedersachsen kommt vielerorts der öffentliche Nahverkehr zum Erliegen.

Die Straßenbahnen in Braunschweig haben am Freitagmorgen ihren Betrieb eingestellt. Nach Angaben der Polizei sind die Oberleitungen an den Strecken so stark vereist, dass die Trambahnen nicht mehr fahren können. Die Braunschweiger Verkehrs AG habe einen Busersatzverkehr eingesetzt, um die Fahrgäste an ihre Zielorte zu bringen. Wie lange die Straßenbahnen nicht fahren, war zunächst nicht klar.

Im Landkreis und der Stadt Celle haben die Fahrgastbetriebe und die Bürgerbusse aufgrund der Witterung derzeit den Betrieb eingestellt, sagte ein Polizeisprecher. Freitagmittag solle überprüft werden, ob der Betrieb wieder aufgenommen werden könne.

Der öffentliche Personenverkehr und der VW-Busverkehr im Landkreis und der Stadt Gifhorn fallen am Freitag komplett aus. Die Straßenverhältnisse seien so gefährlich, dass man nicht sagen könne, wann es möglich sei, dass die Busse wieder fahren, sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen.

+++ Eingeschränkter Betrieb am Flughafen Düsseldorf +++

Wegen anhaltend starker Schneefälle in der gesamten Nacht wird der Flugbetrieb am Düsseldorfer Flughafen am Freitag voraussichtlich erst gegen 11 Uhr starten. Der Winterdienst des Flughafens sei mit seinen rund 20 Spezialfahrzeugen im Einsatz, teilte der Airport mit.

Da jedoch stetig neuer Schnee falle, könnten die Räumdienste die Start- und Landebahnen, die Rollwege und das Vorfeld zurzeit nicht ausreichend von Schnee freihalten. Die wartenden Fluggäste würden regelmäßig über die aktuelle Lage informiert.

+++ Blitzeis auf der A3 in Bayern +++

Auf den Straßen in Bayern wird es Heiligabend stellenweise extrem glatt. Der Verkehrslagedienst der Polizei warnte vor Eisregen und Glätte besonders im Spessart und in Unterfranken.

Vor allem die Autobahn 3 Würzburg-Passau sowie die Autobahn 45 bei Aschaffenburg seien betroffen. Im Laufe des Tages rechnen die Meteorologen zunächst mit Schneeregen für weite Teile Bayerns, der gefrieren kann und der auch in Schneefall übergeht.

dpa/dapd/AFP/kami