Die Bahn will keine Prognose dazu abgeben, wie der Verkehr am Montag in Nordrhein-Westfalen anlaufen wird. „Wir versuchen natürlich, einen guten Betriebsstart hinzubekommen, nur, wie weit das klappt oder wie weit uns da das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht, das werden wir erst sehen, wenn die Nacht um ist“, sagte Bahnsprecher Torsten Nehring.
Reisende sollten sich am Besten im Internet unter www.bahn.de informieren oder die kostenlose Hotline 08000 996633 anrufen. „Da ist dann ein bisschen Geduld gefragt, aber die Kollegen dort können für jeden Zug sagen: Fährt der? Fährt der nicht?“
Schnee und Eis hatten an Weihnachten für ein ziemliches Verkehrschaos gesorgt. Vor allem an Heiligabend waren insbesondere im Norden des Landes Bahnstrecken und Straßen blockiert. Aber auch in anderen Bundesländern kam es durch Schneeverwehungen oder Eisglätte zu vielen Unfällen und Behinderungen.
Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag entspannte sich die Lage auf Schiene und Straßen. Die wichtige Bahnstrecke Hannover-Berlin musste in der Nacht zu Freitag stundenlang gesperrt werden. Nach Bahnangaben saßen dadurch rund 725 Fahrgäste in fünf Fernverkehrszügen fest. Grund für die Sperrung waren Oberleitungsschäden aufgrund von Eisregen.
Es komme noch zu Verspätungen, es gebe aber keine bundesweiten Störungen mehr, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Sonntag, als wieder deutlich mehr Fahrgäste unterwegs waren als am Samstag. Mit der Wetterberuhigung sei der Verkehr deutlich stabiler geworden. Auf einigen Nebenstrecken im Regionalverkehr sei noch die eine oder andere Weiche gestört.
Für das Fernverkehrsnetz hatte der Sprecher jedoch keine Informationen über wesentliche Störungen. Auch auf der Insel Rügen sei der Bahnverkehr wieder aufgenommen worden. Dort hatten am Freitag kräftige Schneefälle von über 40 Zentimetern und Sturm bis Windstärke 6 den Verkehr nahezu komplett lahmgelegt.
dapd/dpa/kami




