Der Mordprozess gegen zwei Angehörige der Rocker-Gruppe „Hells Angels“ in Kaiserslautern ist bereits eine Stunde nach dem Auftakt vertagt worden.

Einer der Verteidiger stellte einen Antrag, in dem er dem Gericht unter anderem einen Besetzungsfehler im Falle einer beisitzenden Richterin vorwarf. Auch zweifelte er die Zuständigkeit der Kammer an. Das Gericht vertagte den Prozess auf den nächsten anberaumten Termin am 7. Januar. Dann soll auch über den Antrag entschieden werden.

Der Prozess begann unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen. Insgesamt drei Angehörige der „Hells Angels“ sollen vor einem halben Jahr ein führendes Mitglied der konkurrierenden Rockergruppe „Outlaws“ getötet haben. Ein Beschuldigter ist noch flüchtig. Motiv soll ein Angriff auf einen der Angeklagten gewesen sein.

Die Polizei sicherte das Gerichtsgebäude und die Stadt zum Prozessauftakt mit mehreren Hundertschaften. Rund 1000 Angehörige der beiden Rocker-Gruppen hielten sich laut Polizei in Kaiserslautern auf.

AP/dpa/kami