Gaudi in Braunlage

15.000 Besucher sehen beim Nacktrodeln zu

Der Nacktrodel-Wettbewerb feierte 2011 einen Besucherrekord: 17.000 Leute sahen zu, als fast unbekleidete Frauen und Männer die Piste herunterflitzten.

Helm, Stiefel, Handschuhe und ein knapper Slip - mehr durften die Teilnehmer des Nacktrodel-Wettbewerbs in Braunlage nicht am Körper tragen. Trotz minus fünf Grad war den 13 Frauen und den 13 Männern, die auf Schlitten in unterschiedlichsten Techniken die 90 Meter lange Piste hinunter rasten, aber offensichtlich nicht kalt – ihnen wurde eingeheizt von Zuschauermassen, von denen „echte“ Rennrodler nur träumen können.

Etwa 17.000 Besucher drängten sich an der Piste auf der Braunlager Rathauswiese. „Rekord“, jubelte André Gierke vom Sender „89.0 RTL“, der die freizügige Wintersport-Veranstaltung im Oberharz zum dritten Mal ausrichtete.

„Das Nacktrodeln hat sich zu einem absoluten Zuschauer-Magneten entwickelt“, freute sich auch Braunlages Tourismus-Chef Christian Klamt.

Vor allem junge Menschen aus ganz Nord- und Mitteldeutschland, aber auch Gäste aus Österreich, den Niederlanden und sogar aus den USA zog es in den sonst eher für sein älteres Publikum bekannten Ferienort unterhalb des Wurmberges. Sie standen dicht gedrängt an der aus Kunstschnee in Handarbeit hergerichteten Strecke und bejubelten lautstark die Akteure.

Als Sieger des Nacktrodelns konnte sich am Abend der 24-jährige Gunnar („der aufgeschlossene Kfz-Techniker“) Kaufhold aus dem nordthüringischen Keffershausen und als Zweiter der Vorjahressieger Christian Schmidt (27) aus Blankenburg feiern lassen. Als Dritte war die 19-jährige Jaqueline Fischer aus Weimar („die musikalische Sozialassistentin“) die beste Frau im zeigefreudigen Starterfeld.

Nach der Siegerehrung feierten die Gäste weiter. „Friedlich und laut“, befand Bürgermeister Grote. „Es gab zwar Radau, aber keine Randale“. Das vierte Nacktrodeln, so verkündete der Veranstalter, ist für 2012 schon fest eingeplant.