Nacktbaden

FKK-Kompromiss zwischen Deutschland und Polen

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Hinweistafeln mit der Aufschrift "Anfang FKK" und "Ende FKK" in Deutsch und Polnisch informieren jetzt am Ostseestrand an der deutsch-polnischen Grenze auf der Insel Usedom über den nahe gelegenen Nacktbadestrand. Damit soll der seit Monaten geführte FKK-Streit beigelegt sein.

Am Ostseestrand an der deutsch-polnischen Grenze auf der Insel Usedom sind mehrsprachige Hinweistafeln zum nahe gelegenen Nacktbadestrand aufgestellt worden. Damit reagierten das Usedomer Kaiserbad Ahlbeck und die Stadt Swinemünde (Swinoujscie) auf die seit Monaten geführte Debatte um den umstrittenen FKK-Strand (Freikörperkultur), teilten die Verwaltungen der Ostseebäder mit.

Die sogenannten Willkommensschilder informierten die polnischen Strandspaziergänger auf die Besonderheiten des nur 300 Meter von der Grenze entfernten FKK-Strandes, sagte Christina Hoba von der Usedomer Tourismusgesellschaft. Zudem erinnerten sie die Deutschen daran, dass hüllenlose Freizeitaktivitäten an der Ostsee auf polnischer Seite nicht erwünscht seien.

In den vergangenen Monaten hatten vor allem sittenstrenge polnische Lokalpolitiker wie der nationalkonservative Swinemünder Stadtrat Edward Zajac eine Schließung des FKK -Strandes gefordert. Nach Angaben von Ahlbecks Bürgermeister Klaus Kottwittenborg (parteilos) habe man sich mit dem Swinemünder Bürgermeister Janusz Zmurkiewicz jedoch auf einen Kompromiss geeinigt.

Der Ahlbecker Strand wird bereits seit fast 50 Jahren von Nudisten genutzt. Seit dem Beitritt Polens zum Schengener Ankommen Ende 2007 und der Öffnung der Grenze können Spaziergänger ungehindert den deutsch-polnischen Strandabschnitt durchqueren.

( ddp/dpa/lk )